Nur jeder fünfte Saarländer nutzt die Krebsfrüherkennung

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Staatssekretär Stephan Kolling: „Nur wenige Männer nutzen die Krebsfrüherkennung.“

Prostatakrebs ist die häufigste bösartige Krebserkrankung des Mannes. Im Jahr 2013 sind allein im Saarland 638 Männer am Prostatakrebs erkrankt, wobei zwei Drittel aller Erkrankungen bei Männern vor Erreichen des 75. Lebensjahrs aufgetreten sind. Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling „Leider wissen nur wenige Männer, dass auch für Prostatakrebs eine gesetzliche Früherkennungsuntersuchung angeboten wird.“

Grundsätzlich gilt, dass bei einer frühzeitigen Entdeckung einer Tumorerkrankung die Chancen für Behandlungserfolg und Heilung steigen. Im Jahr 2014 nahm deutschlandweit nur jeder vierte anspruchsberechtigte Mann diese Leistung in Anspruch, im Saarland sogar nur jeder fünfte anspruchsberechtigte Mann über 45 Jahren. Stephan Kolling: „Leider gehört das Gros der Männer hier immer noch zu den Vorsorgemuffeln. Als Staatssekretär ist es meine Aufgabe, alle Saarländerinnen und Saarländer zur Inanspruchnahme von Krebsvorsorgeleistungen zu motivieren.“

Neben der Untersuchung auf Prostatakrebs steht der sog. PSA-Test, also die Bestimmung der Menge des prostataspezifischen Antigens im Blut als weiterer ergänzender Test zur Verfügung, der allerdings nicht Teil der gesetzlichen Leistungen zur Krebsfrüherkennung ist. Stephan Kolling „Ich appelliere an alle Männer, sich über die Möglichkeiten der Prostatakrebsfrüherkennung zu informieren und das Gespräch mit ihrem Arzt zu suchen, um die Wahl der Früherkennungsmaßnahmen an der individuellen Situation auszurichten“, so Stephan Kolling abschließend.

Neben Leistungen zur Prostatakrebsfrüherkennung können Männer im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre eine Untersuchung auf Hautveränderungen sowie zur Darmkrebsvorsorge im Alter von 50 bis 54 Jahren einmal jährlich ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl sowie ab 55 Jahren die Darmspiegelung in Anspruch nehmen.

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