Chefarztwechsel im Caritasklinikum Saarbrücken

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CTS - Caritasklinik St. Theresia SaarbrŸcken. Foto: Iris Maurer

Dr. Andreas Schmitt übergibt die Leitung an Professor Dr. Michael Kindermann
Ende Juli hat Dr. Andreas Schmitt, Chefarzt der Medizinischen Klinik mit den Bereichen Kardiologie, Angiologie und Pneumologie, seinen Ruhestand angetreten. Er leitete die Abteilung seit 2002, kommissarisch oblag ihm die Leitung allerdings schon etwa anderthalb Jahre vorher. Er ist dem Haus äußerst verbunden – er hat dort bereits seine Laufbahn 1983 begonnen, als Assistenzarzt.

„Das Herz ist ein ästhetisches wunderbares Organ“

Legendär – und immer überfüllt – die Patientenseminare, in denen Schmitt mit Teamkollegen nicht nur diverse Erkrankungen laienverständlich erklärte, sondern auch die jeweils optimalen Verfahren zur Diagnostik und Therapie in den Fokus rückte. Die anschließende Fragestunde dauerte meist bis in den späten Abend.

Seine Schwerpunkte lagen in Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, der Lunge, der Atemwege oder der Gefäße. Technische Fortschritte, wie in der Echokardiografie sowie bei Schrittmacher- und Defibrillatorimplantationen machte er sich sofort zueigen – zum Wohl seiner Patientinnen und Patienten.
Für sie hat er auch die begehrten Patientenbroschüren erstellt. Diese enthalten wichtige Informationen und Hintergründe zu Hohem Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzschrittmachern, implantierbaren Defibrillatoren oder zur Herzschwäche.
Vorbereiteter Wechsel

„Wir haben eine sehr gute kardiologische Rundum- Versorgung“ sagt Professor Dr. Michael Kindermann und fügt hinzu: „Wir wollen sie aber noch ausbauen.“ Prof. Kindermann und Dr. Schmitt haben bereits seit Jahren eng zusammengearbeitet – die Übergabe war von Anfang an so geplant, schon als Kindermann 2010 als Chefarzt der neuen Medizinischen Klinik für Interventionelle Kardiologie und Angiologie im CaritasKlinikum anfing. Hier kommen effiziente und schonende Herzkatheteruntersuchungen und -therapieverfahren zum Einsatz. Beispielsweise bei Herzinfarkten oder chronischen Herzkrankheiten. Als sein Spezialgebiet bezeichnet Professor Kindermann die koronare Herzkrankheit, die Herzmuskelschwäche und Herzklappenerkrankungen.
Die interventionelle Kardiologie will Professor Kindermann ebenfalls weiter vorantreiben. Generell hat er sich das Ziel gesetzt, die Kapazität vor allem in der Akutversorgung des Herzinfarktes auszubauen und das kardiologische Leistungsspektrum zu erweitern.

Neue Behandlungsmöglichkeiten dank Hybrid-OP

Künftig wird nicht nur die kardiologische Versorgung am CaritasKlinikum Saarbrücken um ein technisches und medizinisches Highlight erweitert: Eine großzügige Spende der gemeinnützigen Klaus Faber Stiftung ermöglicht es, in Verbindung mit einer nennenswerten Investition des Trägers selbst, am CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia einen Hybrid-OP zu bauen und damit den Patienten neue Möglichkeiten der Behandlung zu Gute kommen zu lassen.
Minimalinvasive, kathetergeführte Eingriffe stellen einen Fortschritt in der Medizin dar, von dem Patienten mit Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße in zunehmendem Maße profitieren. Diese Techniken benötigen z.B. zur Darstellung kleiner Blutgefäße, die mit extrem feinen Führungsdrähten sondiert werden, eine qualitativ hochwertige Röntgenbildgebung, wie sie bislang nur mit fest installierten Angiographieanlagen außerhalb des Operationssaales möglich war.
Mit der Einrichtung eines Hybrid-OPs vereint das CaritasKlinikum St. Theresia die diagnostischen Möglichkeiten einer hochpräzisen Bildgebung mit dem hygienischen Standard und der Sicherheit eines vollwertigen Operationssaales. Im Hybrid-OP können auch komplexe, minimal-invasive Gefäßeingriffe zur Wiedereröffnung verschlossener Blutgefäße oder zur Ausschaltung von lebensbedrohlichen, krankhaften Gefäßerweiterungen (Aneurysmen) durchgeführt werden. Jederzeit ist dabei ein Wechsel auf ein offenes, chirurgisches Vorgehen möglich. An einem Ort können so z.B. Kathetertherapien zur Wiedereröffnung von Blutgefäßen genauso durchgeführt werden wie die gefäßchirurgische Anlage eines Bypasses. Auch im Falle von Komplikationen eines minimalinvasiven Kathetereingriffs kann sofort der Chirurg operieren, ohne dass wertvolle Zeit verstreicht.
Die hochwertige Angiographieanlage des Hybrid-OPs ergänzt im CaritasKlinikum St. Theresia die bisherige Angiographieanlage im Herzkatheterlabor. Sie schafft die Sicherheit, dass künftig auch bei Belegung oder Ausfall einer Anlage die Notfallversorgung akuter Herzinfarkte oder die rasche Versorgung von Patienten mit bedrohlichen langsamen Herzrhythmusstörungen mit Herzschrittmachern gewährleistet bleibt. Sie stellt zudem eine wesentliche Verbesserung für die Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren dar, die jetzt mit der besten verfügbaren Röntgenbildgebung möglich wird.

CTS - Caritasklinik St. Theresia - Portraits. Foto: Iris Maurer
Dr. Andreas Schmitt CTS – Caritasklinik St. Theresia – Portraits.
Foto: Iris Maurer

 

 

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