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Ein Feuerwehrauto für Rumänien

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Im Vordergrund: REiner Pirrung, Bürgermeister von Spiesen-Elversberg und sein Amtskollege Mircea Jichicz aus Lipova.

Bereits seit 1989 leistet der Deutsch-Rumänische Freundeskreis mit Sitz in Bildstock wertvolle Hilfe vor allem für Kinder und Jugendliche rund um den westrumänischen Ort Lipova (Kreis Arad). Nun gab es erneut eine Gelegenheit, bei der der Freundschaftskreis um den Vorsitzenden Willi Gehring helfen konnte: Die Feuerwehr in Lipova besitzt zwar ein funktionsfähiges Auto, allerdings ist die Pumpe für das Löschwasser defekt. Das stellte Alfons Lay, der ehemalige Feuerwehrkommandant von Spiesen-Elversberg, fest, als er sich im Juni zusammen mit einer Gruppe von saarländischen Helfern in Lipova aufhielt. Die Reparatur der Pumpe bzw. deren Austausch würde 20.000 Euro verschlingen. Geld, das eine Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern in Rumänien nicht zur Verfügung hat.

Nun wußte Alfons Lay, dass die Gemeinde Spiesen-Elversberg soeben ein neues Löschfahrzeug in Betrieb genommen hatte und das alte noch vorhanden sein musste. Dieser Mercedes LF-16 hatte zwar bereits 35 Jahre auf dem Buckel, war aber immer noch in Schuss und sollte versteigert werden. Der Deutsch-Rumänische Freundeskreis bot kurzerhand mit – und erhielt den Zuschlag.

Heute wurde das Fahrzeug nun vom Bürgermeister der Gemeinde Spiesen-Elversberg, Reiner Pirrung, ganz offiziell an den extra aus Rumänien angereisten Amtskollegen Mircea Jichicz übergeben. Dieser zeigte sich überglücklich, dass seine Stadt nun endlich wieder über ein funktionsfähiges Fahrzeug verfügt. Er bedankte sich bei allen an der Aktion beteiligten Personen. Ganz besonders bei Alfons Lay und Wolfgang Kampa, der von Seiten der Gemeinde Spiesen-Elversberg alles dafür getan hat, damit das Fahrzeug nun nach Rumänien überführt werden kann.

Ein funktionierendes Feuerwehrauto ist von ganz besonderer Bedeutung für Lipova, denn in den Häusern und Wohnungen der Stadt werden meist noch mit Holz gefeuert, ohne dass eine regelmäßige Überwachung durch einen Schornsteinfeger wie bei uns vorgenommen wird. So kommt es immer wieder zu Kaminbränden und schlimmeren Vorfällen.

Den Deutsch-Rumänische Freundeskreis und seine Aktivitäten in Lipova und Umgebung werden wir in den kommenden Ausgaben von Sulzer/Quierschder/Ingo und Saarbrücker noch einmal eingehender vorstellen. Bis dahin empfehlen wir einen Blick auf die neugestaltete Webseite des Vereins unter: www.drfk.de.

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