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Wer in diesen schönen Tagen des Herbstes 2016 von Wadern-Steinberg aus in den Wald hineinwandert, kann dem Geräusch nicht entgehen. Je weiter man auf seinem Spazierweg in den Hochwald Richtung Kell vorwärts kommt, umso stärker vernimmt man das Heulen.

„Sind die Wölfe schon angekommen?“ fragt die Spaziergängerin ihren Mann, während sich ihr Enkel ängstlich an ihrer Hand festklammert, den Hund vorschriftsmäßig an der Leine.

Der Opa, ein gestandener Jäger, kennt sich aus. Die Wiedereinbürgerung des Wolfes ist im Saarland beschlossene Sache. Die Willkommenskultur ist (im Gegensatz zu der der Kriegsflüchtlinge) mittels eines Wolfsmanagementplanes im Detail geregelt. Darin finden sich auch Verhaltensvorschriften  für eine zufällige Begegnung des Menschen mit dem Wolf.

( Auszug aus dem Regierungspapier)

Dazu unser Kommentar;

„Respektvoll Abstand halten„, das sagt sich so leicht, wenn der Wolf direkt auf einen zukommt.

„Einen Hund an die kurze Leine nehmen, um den Hund zu schützen“ ist ebenfalls realitätsfremd. Hunde stehen ganz oben auf dem Speiseplan der Wölfe. Ob an der kurzen oder langen Leine ist ihnen egal. (Am liebsten mögen sie frisch gebadete (Veilchenduft ist gerade „in“) und frisierte Pudel, die gerade für 150 Euro beim Hundefriseur waren.)

Ein stinkender Rauhaardackel Jagdhund jedoch, der wie in unserem Falle, zudem noch wehrhaft ist, wird nur bei stärkstem Hunger als Nahrungsspender vom Wolfe in Erwägung gezogen.

„Rückwärtsgehen“ im Wald ist gefährlich, man hat hinten keine Augen und wenn man fällt, muss der Wolf neu überlegen: „ob er vielleicht doch nicht mal probieren sollte?“

Der Vorschlag, „mit dem Wolf zu sprechen“ macht nur bei Rotkäppchen und nur dann Sinn, wenn sichergestellt ist, dass der Wolf auch die deutsche Sprache versteht. Wenn er aus dem polnischen Genpool stammt, haben wir ein Problem.

„Laut gestikulieren“ mag bei Politikern eine probate Methode sein, den politischen Gegner einzuschüchtern. Ein hungriger Wolf wird dem Gezappel sehr schnell ein Ende bereiten.

Unsere Spaziergänger fanden dann schnell heraus, dass das Heulen von der Windkraftanlage auf dem Schimmelkopf ausging. Irgendwie hat sich die 200 m hohe Stahlsäule des Windrades wie eine Stimmgabel in Schwingung gesetzt und den Wolf gemacht. Täuschend ähnlich!

Dabei ist eine Symbiose (eine Verbindung beidseitigen Nutzens) Windkraftanlage und Wolf durchaus einer Erwägung wert.

Beide können nicht nur zusammen heulen. Die Windräder versorgen die Wölfe durch Vogelschlag ständig mit Frischfleisch, aber nur wenn der Wind weht. In Zeiten der Flaute muss sich die Wolfspopulation eine andere Nahrungsquelle suchen. Dann geht es an die Rehe und an die Schafe. Bei den Rehen ist der Konflikt mit den Forstbeamten schon vorprogrammiert, da einige davon durch den Verkauf des Wildbrets ihre karge Besoldung aufpäppeln  müssen.

Die Einführung der Windkraftanlagen im Saarland mit der Ansiedlung von Wölfen und dem erhöhten Jagdschutz der Füchse zu verbinden wird als ein genialer Geniestreich der Landesregierung in die fortlaufende Geschichtsschreibung eingehen.

Das Projekt Windenergie wird sauber gehalten, da Wolf und Fuchs das Gelände um die Windkraftanlagen herum sofort aufräumen. So wird es schwierig, dem Umweltministerium das Ableben von Gabelweihen, Eulen, Mopsfledermäusen und unzähligen anderen Vögeln nachzuweisen.

Rainer Kuhn

 

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