Start Allgemein Scheele lobt Modellprojekt: ‚Lückenlose Betreuung‘ bringt Jugendliche ohne Umwege in Ausbildung

Scheele lobt Modellprojekt: ‚Lückenlose Betreuung‘ bringt Jugendliche ohne Umwege in Ausbildung

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Vor etwas mehr als einem Jahr wurde im Landkreis Neunkirchen das Modellprojekt „Lückenlose Betreuung von Jugendlichen“ gestartet. Kooperationspartner sind das Wirtschaftsministerium, das Bildungsministerium, die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, die IHK Saarland und die HWK des Saarlandes. Projektträger ist der Landkreis Neunkirchen selbst. Die Partner hatten nun Gelegenheit das Modellprojekt dem designierten Chef der Bundesagentur für Arbeit,, zu präsentieren. Dabei stand vor allem der innovative Charakter des Projektes im Vordergrund.

Die Jugendberufsagentur (JBA) und die Schulen im Landkreis Neunkirchen werden mithilfe einer neuen Netzwerkstelle enger verzahnt. Diese wird aus Landes- und ESF-Mitteln während der dreijährigen Laufzeit mit insgesamt 372.000 Euro gefördert und überprüft den Verbleib der Schülerinnen und Schüler nach dem Verlassen der allgemeinbildenden Schule und ermöglicht so bei Bedarf Hilfestellung durch die Jugendberufsagentur.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „Das erste Modelljahr ist gut angelaufen. Auch wenn detaillierte Ergebnisse erst Anfang 2017 vorliegen, zeichnet sich bereits jetzt ab, dass wir auf einem guten Weg sind. Durch die ‚Lückenlose Betreuung‘ können die Förderangebote für Jugendliche schneller und zielgerichteter ihre Wirkung entfalten. Nun können wir bereits tätig werden, bevor ein junger Mensch droht, am Übergang von der Schule in den Beruf verloren zu gehen.“

Detlef Scheele, Vorstand Arbeitsmarkt und designierter Chef der Bundesagentur für Arbeit: „Berufliche Bildung ist der wirksamste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Zugleich bilden gut ausgebildete Fachkräfte angesichts des demografischen Wandels einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für Unternehmen. Jugendberufsagenturen können dazu einen wertvollen Beitrag leisten, indem sie junge Menschen frühzeitig beim Übergang von der Schule ins Berufsleben begleiten und sie dabei unterstützen, ihre Potenziale zu erkennen und zu nutzen. Dafür ist allerdings die aktive Zusammenarbeit aller beteiligten Partner unabdingbar: Mit der zusätzlichen engen Verzahnung zu den allgemeinbildenden Schulen geht die Jugendberufsagentur im Landkreis Neunkirchen hier einen vorbildlichen Weg.“

Bildungsminister Ulrich Commerçon: „Wir wollen keine Schülerin und keinen Schüler zurücklassen. Damit unsere Jugendlichen nach der Schule erfolgreich durchstarten können, werden im Modellprojekt die Anschlussperspektiven und Vorstellungen der abgehenden Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 im Landkreis Neunkirchen erfasst und mit den Daten aller weiterführenden Schulen im Saarland sowie weiterer Berufsbildungseinrichtungen abgeglichen. Die Jugendberufsagentur und die Schulen arbeiten nun enger zusammen. Damit können wir auf die Jugendlichen zugehen und ihnen individuelle Unterstützung bei der Suche nach dem Einstieg ins Berufsleben anbieten.“

„Uns ist es besonders wichtig, dass bei jungen Frauen und Männern der Übergang von der Schule in den Beruf reibungslos und vor allem ohne Brüche erfolgt. Hierbei unterstützen wir die Jugendlichen individuell. Durch die Bündelung der Kräfte unter dem gemeinsamen Dach der Jugendberufsagentur und vor allem auch durch die Einbindung der Schulen, erreichen wir dieses Ziel“, so Heidrun Schulz, Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

Landrat Sören Meng: „Wir sind sehr froh, dieses Modellprojekt bei uns im Landkreis zu haben. Es sorgt für eine nahtlose Betreuung im Übergang von Schule und Beruf und gibt Orientierung in einem funktionierenden Netzwerk von arbeitsfördernden Maßnahmen. Es  leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration, sondern ist insbesondere eine große Stütze für die jungen Menschen in unserem Landkreis.“

Bisher konnte laut Rehlinger der Verbleib von rund 50 Prozent der abgegangenen Schülerinnen und Schüler, die dem Verfahren zugestimmt haben, im ersten Abgleich an den Berufsbildungszentren nachverfolgt werden. Anfang 2017 werde man sagen können, wie viele Schülerinnen und Schüler ohne Anschluss geblieben sind und durch die Jugendberufsagentur zielgerichtet unterstützt werden können. „Nach Ende der Modellphase zu Beginn des Jahres 2019 werden wir gemeinsam entscheiden, ob das Modellprojekt saarlandweit ausgeweitet wird“, so die Ministerin.

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