Menschen stärken Menschen

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Über 100 Patenschaften in der Flüchtlingshilfe vermittelt


Mainz/Saarbrücken: Mit dem Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ startete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Anfang des Jahres ein Projekt, das Patenschaften zwischen geflüchteten und hier lebenden Menschen unterstützen soll.

 

Bei den geförderten Patenschaften kann es sich um 1:1-Beziehungen, Familienpatenschaften oder Patenschaften für sogenannte Übergangsklassen handeln und dennoch gestaltet sich jede Patenschaft höchst individuell: Die einen brauchen Hilfe bei der Organisation Ihres Alltags in der noch ungewohnten Umgebung, die anderen eine Hausaufgabenbetreuung oder einfach die Möglichkeit sich mit anderen Menschen auszutauschen. Alle Patenschaften verbindet ein persönlicher Kontakt und das Entdecken von Gemeinsamkeiten und Unterschieden, von denen beide Seiten lernen können. So wird vor allem ein Gefühl der gesellschaftlichen Akzeptanz für die geflüchteten Kinder und Jugendlichen befördert.

 

Auch der Paritätische Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland beteiligt sich mit seinen Mitgliedsorganisationen von Beginn an am Patenschaftsprogramm. So konnten über das Programm bisher über 100 Patenschaften in Einrichtungen des Landesverbandes vermittelt werden.

So zum Beispiel in der Pädagogisch-Sozialen Aktionsgemeinschaft e.V., kurz PÄDSAK. Der Trägerverein für Gemeinwesenarbeit auf dem Saarbrücker Wackenberg konnte bereits 29 Patenschaften auf den Weg bringen.  Dort unterrichtet beispielsweise eine pensionierte Lehrerin in freiwilligen Sprachkursen syrische Kinder. Aber auch darüber hinaus kümmert sie sich, unter Anderem während der Schulferien, voller Begeisterung um die Kleinen. So ist aus der anfänglichen Sprachförderung für die Kinder ein enger kultureller Austausch mit den Familien entstanden, aus denen sich inzwischen sogar Freundschaften entwickelt haben. Weitere Projektpartner sind der Deutsche Kinderschutzbund Kreisverband Ahrweiler e.V., Orts- und Kreisverband Mainz e.V., Deutscher Kinderschutzbund Rhein-Pfalz-Kreis e.V., das Studierendenwerk Mainz, die Bürgerstiftung Pfalz sowie die Bürgerstiftung Rheinhessen.

Claudia Schymalla, Koordinatorin für Flüchtlingsarbeit beim Paritätischen Landesverband, dazu: „Die persönliche Begegnung ist für beide Seiten meist eine Bereicherung und häufig werden hierdurch Vorurteile abgebaut. Wichtig bleibt dabei immer, dass man sich auf Augenhöhe begegnet und auch in schwierigen Situationen Geduld miteinander hat. Wenn die Chemie stimmt können aus den hier gestifteten Patenschaften langjährige Verbindungen entstehen.“

Aufgrund des großen Erfolgs des Programms hat die Bundesregierung bereits seine Zustimmung für die Fortführung in 2017 erteilt.

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