Saarländische Jugendhilfe holt Anregungen bei NRW-Landesinitiative

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Foto: Regionalverband

Fachlicher Austausch zwischen NRW und Regionalverband für alle ein Gewinn

 

Eine Jugendhilfe-Delegation aus dem Saarland hat kürzlich die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf besucht, um sich vor Ort über die dortige Landesinitiative „Kein Kind zurücklassen!“ zu informieren. Vertreter des Regionalverbands-Jugendamtes sowie Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer verschiedener Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen aus dem Saarland waren dazu ins Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen eingeladen.

 

Die Jugendamtsleiterin des Regionalverbandes, Petra Spoo-Ludwig, sah den Gewinn des Besuches in den fachlichen Gesprächen: „Wir fanden es sehr interessant zu hören, wie die Initiative „Kein Kind zurücklassen!“ in Nordrhein-Westfalen konkret umgesetzt wird. Auch wir sind gemeinsam mit den Trägern der freien Jugendhilfe dabei, die Präventionskette im Sozialraum konzeptionell zu überdenken. Denn trotz knapper finanzieller Mittel müssen wir die Präventionskette so schließen, dass niedrigschwellige Angebote für Familien möglichst lückenlos ab der Schwangerschaft zugänglich sind.“

 

Heinz-Jürgen Stolz, Leiter der Koordinierungsstelle „Kein Kind zurücklassen!“ stellte das Konzept vor: Mit dem Aufbau von Präventionsketten sollen Kinder, Jugendliche und Familien mit passgenauen und aufeinander abgestimmten Angeboten unterstützt werden. Dafür müssten alle beteiligten Institutionen, freien Träger und Einrichtungen gut miteinander kooperieren. Im Anschluss berichtete Dr. Johannes Schütte über die Erkenntnisse: „Wir finden es großartig, dass sich die Erfolge unseres Modellprojekts herumgesprochen haben. Wenn wir Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern unsere Erkenntnisse mitteilen, profitieren auch wir von dem Austausch.“

 

Am folgenden Tag besuchten die Saarländer die „Arbeitsgemeinschaft soziale Brennpunkte Bottrop e.V.“. Der Träger betreibt eine Kindertagesstätte und ein Jugendzentrum in einem benachteiligten Stadtteil. Er arbeitet sozialraumorientiert und gut vernetzt mit anderen sozialen Institutionen. Petra Spoo-Ludwig zeigte sich beeindruckt: „Die Weiterentwicklung der Kita Rappelkiste der AGSB Bottrop zum Familienzentrum ist für uns ein hervorragendes Praxisbeispiel.“

 

Auch Martin Debener, Fachreferent der Freien Wohlfahrtspflege NRW und Initiator des Treffens, war mit den Resultaten des Besuchs zufrieden: „Dass in der Freien Wohlfahrtspflege die Offenheit besteht, sich von den erfolgreichen Konzepten anderer anregen zu lassen, zeigt, dass der professionelle Blick über den Tellerrand in der täglichen Arbeit der Freien Träger praktiziert wird“. Von den saarländischen freien Trägern waren die Geschäftsführer der Paritätischen Gesellschaft für Gemeinwesenarbeit Dr. Armin Kuphal und Thomas Hippchen, die Referentin beim Diakonischen Werk an der Saar Claudia Rebmann und die Leiter der Sozialen Dienste beim Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung e.V. Ulrich Harth und Jutta Anton-Wachall dabei.

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