Start Wirtschaft Straßeninfrastruktur: Drei gute Nachrichten

Straßeninfrastruktur: Drei gute Nachrichten

114
0
TEILEN

Grumbachtalbrücke: Neubau wird ausgeschrieben

Für den Ersatzneubau der Grumbachtalbrücke im Zuge der A6 liegt jetzt die Plangenehmigung vor. „Endlich haben wir Baurecht und können für das Großprojekt die europaweite Ausschreibung auf den Weg bringen“, sagte Verkehrsministerin Anke Rehlinger am Dienstag, 7. März, vor der Landespressekonferenz. Das Investitionsvolumen bezifferte die Ministerin auf 46 Mio. Euro: „Das ist eine unserer wichtigsten Baustellen. Ich hoffe, dass wir sie noch Ende dieses Jahres oder Anfang 2018 einrichten können.“ Die Bauzeit werde vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) mit rund viereinhalb Jahren kalkuliert. Die Kosten übernimmt der Eigentümer Bund.

Für die Verkehrsteilnehmer sei wichtig, dass der Neubau ohne Vollsperrung vonstatten gehen könne: „Das erste Teilbauwerk wird auf Hilfspfeilern errichtet und später mit einem hydraulischen System in die gewünschte Lage verschoben. So ist sichergestellt, dass immer zwei Fahrspuren je Richtung zur Verfügung stehen.“ Im Übrigen bringt diese Vorgehensweise den Vorteil, dass keine Trassenveränderungen notwendig werden. Diese hätten, so die Ministerin, „unvermeidbar Eingriffe in Natur und Landschaft notwendig gemacht“.

Das Neubauprojekt war beschlossen worden, um dauerhaft eine höhere Tragfähigkeit zu erreichen. Die bisherige Brücke stammt aus dem Jahr 1961 und ist eine Stahlkonstruktion mit Betonfahrbahnplatte. Das neue Bauwerk wird mit 380 Metern etwas länger.

A8-Komplettierung: Letzte Bauphase kann früher beginnen

Der Neubau zur Komplettierung der A8 zwischen Schwemlingen und Wellingen kommt schneller voran als geplant. Verkehrsministerin Anke Rehlinger rechnet damit, dass die letzte Bauphase bereits im Juli beginnen kann. Ursprünglich sollte dies erst im nächsten Jahr der Fall sein. „Der Landesbetrieb für Straßenbau hat die Bauabläufe optimiert. 2017 sollen noch einmal 6,5 Mio. Euro in das Projekt fließen. Derzeit sind der Neubau und die eingehende Sanierung der Fahrtrichtung Luxemburg in Arbeit.“

Seit Mitte 2015 wird hier gebaut. Zwei neue Talbrücken wurden planmäßig bis Ende 2016 konstruktiv fertiggestellt. Bis zum Herbst kommenden Jahres 2018 stehen die Grunderneuerung der Fahrtrichtung Saarbrücken zwischen Kohlenbruchtalbrücke und Parkplatz Weiler sowie die Sanierung der bestehenden Talbauwerke auf dem Programm. Beim Umbau des Parkplatzes Weiler-Süd entstehen 22 Lkw-Stellplätze und 27 Pkw-Stellplätze.

Ortsumgehung B423: Endlich Planfeststellung

Noch bis Ende des Monats März wird das Planfeststellungsverfahren für die B 423-Ortsumgehung von Homburg-Schwarzenbach und –Schwarzenacker beantragt. Das bestätigte Verkehrsministerin Anke Rehlinger. „Endlich ist der Weg frei für die weiteren Schritte bei diesem überörtlich bedeutsamen Projekt, auf das viele Betroffene lange gewartet haben“, sagte sie. Sobald Baurecht hergestellt sei, würden die Ausführungsplanung, die öffentliche Ausschreibung der Leistungen und deren Vergabe in Angriff genommen. Mit dem Baubeginn sei ab 2020 zu rechnen. Die B423-Ortsumgehung Schwarzenbach und Schwarzenacker ist als Maßnahme des vordringlichen Bedarfs Bestandteil des Bundesverkehrswegeplans. Es wird mit Baukosten von 34 Mio. Euro gerechnet, und diese werden vom Bund getragen. Sie schließen Kosten für die landschaftspflegerischen Ausgleichs– und Ersatzmaßnahmen ein. Die geplante Neubaustrecke hat eine Länge von knapp vier Kilometern.

Ziel des Millionenprojekts sei es, „die Ortslagen von Schwarzenbach und Schwarzenacker merklich von Durchgangsverkehr zu entlasten“. Die Anbindung an die A8 werde optimiert. Rehlinger: „Die geplante neue Bundesstraße verbessert also auf der einen Seite das Wohnumfeld, bringt aber auch Verbesserungen für die industriellen und gewerblichen Strukturen in Homburg.“

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here