Ford-Azubis arbeiten für das Saarlouiser Gemeinwohl

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Eine klassische Win-Win-Situation für alle: Die beiden Maßnahmen haben Azubis, Kindern, Erzieherinnen und Lehrperson gleichermaßen viel Spaß und Zusammengehörigkeitsgefühl beschert. Fotos: Petra Molitor/Gabi Kiefer

Die Firma Ford, mit Abstand größter Arbeitgeber in Saarlouis, bildet Jahr für Jahr zahlreiche Auszubildende in verschiedenen Berufen aus. Hierbei wird nicht nur Wert auf den Erwerb von fachlichen Kenntnissen gelegt, auch die Weiterentwicklung von sozialen und arbeitsmethodischen Kompetenzen ist ein wichtiger Punkt auf dem Lehrplan. Diese erfolgen u. a. durch sogenannte „Arbeitspädagogische Seminare“ mit unterschiedlichen Schwerpunkten, von denen pro Lehrjahr eins zu absolvieren ist und deren Ergebnisse öffentlichen Einrichtungen zugutekommen. In diesem Jahr konnten Kindertagesstätte und Grundschule Steinrausch von der tollen Arbeit der Jungs und Mädels des APS 3 profitieren. 

 

Gleich doppelt glückliche Kinder- und Erwachsenenaugen sah man, als die aus Holz hergestellten Werkstücke jetzt feierlich übergeben wurden. Die Kindertagesstätte Steinrausch konnte zwei dringend benötigte Garderoben-Regale in Empfang nehmen, die Grundschule Steinrausch freut sich über einen Tisch für ihr „Klassenzimmer im Freien“, der die perfekte Ergänzung zu der Bank ist, die im letzten Jahr ebenfalls von Ford-Azubis gefertigt worden war.

„Unsere Freude ist riesengroß, jetzt können unsere Kinder im Sommer im Freien lernen“, sagte deren Schulleiter Jean Braeunig und bedankte sich herzlich bei „seinem“ Azubi-Team, denn es gibt gleich acht Teams, die für die gute Sache im Einsatz sind. Seinen Worten schloss sich Cornelia Theobald, Leiterin der KiTa Steinrausch, gerne an: „Wir hatten so eine schöne Woche mit Euch, die wunderbaren Regale werden uns immer daran erinnern“. Damit auch die Handwerker die Zeit nie vergessen, gab es kleine Präsente und Liedbeiträge für die Kita-Gruppe.

 

Harry Berwanger, Amtsleiter des Amtes für Familien, Soziales, Schulen und Sport, überbrachte den Dank und die Grüße der Stadt, die diese langjährige Initiative sehr wertschätzt. Alle gemeinsam wünschten den Auszubildenden alles Gute für ihren privaten und beruflichen Weg.

 

Zum Hintergrund:

 

Schlüsselqualifikationen wie beispielsweise  Teamfähigkeit, Flexibilität und

Belastbarkeit sind in der modernen Arbeitswelt von großer Bedeutung. In den ersten beiden Ausbildungsjahren finden drei “Arbeitspädagogische Seminare” statt, die jeweils eine Woche dauern. Die Seminare – durchgeführt mit dem Kooperationspartner, der Firma Ubek aus Bonn, bauen systematisch aufeinander auf und werden stetig anspruchsvoller.

 

APS 3 findet am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Im letzten Seminar stellen Azubis für einen „Kunden“ selbständig ein Produkt her. Für gemeinnützige Einrich­tungen planen und managen sie ein komplettes Projekt, kontrollieren die Kosten und organisieren sich als Team selbst. So wurde auch in diesem Jahr wieder eine Woche lang bei acht verschiedenen Projekten fleißig geplant, organisiert und angepackt, um am Ende Kindern, Senioren oder Menschen mit Behinderungen mit hochwertigen und nützlichen Dingen zu unterstützen.

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