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Leserbrief: Neuweiler Bürger kämpfen um Grünfläche

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Interessenten wollen diese Grünfläche gegenüber Martin´s Café erwerben, um dort Wohngebäude zu errichten.

Leserbrief zum SZ-Artikel vom 08.08.2017-Ausgabe Sulzbachtal

Das Gebot der Stunde kann nicht lauten „Neuweiler Bürger kämpfen um Erhalt der Grünfläche“, das Motto der Stunde muss lauten „Stadtverwaltung und Stadtrat Sulzbach macht Vorschläge zur Erweiterung, zum Ausbau und zur Vernetzung von Grünflächen in Neuweiler“. Es ist eindeutig erwiesen, dass Grünflächen wesentlich zur Gesundheiterhaltung der Menschen beitragen, Grünflächen erhöhen das Wohlgefühl und dienen der Entspannung. Zusätzlicher Beton und zusätzliche Gebäude erreichen das Gegenteil. Deshalb ist heute integraler Bestandteil aller Städtebauförderungsprogramme, die von dem saarl. Bauministerium den Kommunen angeboten werden, die Erweiterung und der Ausbau von Grünflächen. Beispielhaft zu nennen sind hier der „Investitionspakt soziale Integration“ oder das Programm „Aktive Orts- und Stadtteilzentren“. Grünflächen dienen nicht nur als Lebens-, Aufenthalts- und Kommunikationsraum des Menschen , sondern tragen auch zum ästhetischen Erscheinungsbild bei. Sie dienen nicht nur als Lebensraum für Flora und Fauna, sondern aufgrund ihrer Kühlwirkung auch der Verbesserung des Bioklimas – ein Aspekt, der vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels immer bedeutsamer wird. Weitere ökologische Funktionen stehen in Verbindung mit dem Wasserhaushalt: Grünflächen helfen nicht nur, die Regeneration von Grundwasservorkommen zu sichern, sie können auch den Oberflächenabfluss reduzieren und somit zur Reduzierung von Überschwemmungen beitragen. In Neuweiler sollte dies angestrebt werden, da wir nur vier kleine Grünflächen haben, zu wenig für die Bewohner. Der Charakter von Neuweiler als ein Ort mit Charme muss erhalten bleiben. Es gibt genügend leerstehende Immobilien, die für willkommene Neubürger genutzt werden können. Ein Neubau in der Dorfmitte muss jedoch tabu sein.

 

Martin Erbelding, Neuweiler

1 KOMMENTAR

  1. Sehr geehrter Herr Erdelbing,
    wenn ich Kommunalpolitiker wäre, würde ich aufgrund Ihres Briefes sofort alle Pläne, in denen auch nur ein kleines Wörtchen von Baum- und/oder Grünflächenvernichtung stehen würde, sofort in den Papierkorb werfen !
    Im Vertrauen darauf, dass manchmal die Politiker auf „Volkes Stimme“ hören, verbleibe ich
    mfg
    Ingrid Dietz

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