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Bildungsmonitor 2017: Saarländische Schulen machen bundesweit die größten Fortschritte

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Ulrich Commercon © Saarland.de
Spitzenplatz bei der Integration: Herkunft der Schüler_innen entscheidet nicht über Bildungserfolg
Bildungsminister Ulrich Commerçon zeigt sich erfreut über die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2017. Den größten Erfolg bundesweit verbucht das Saarland bei der Bildungsgerechtigkeit und Integration. „Im Saarland entscheidet nicht die Herkunft der Kinder oder der Geldbeutel der Eltern über Abschlüsse und Schulerfolge, sondern was die Schülerinnen und Schüler im Kopf haben. Zudem erlangen bei uns deutlich mehr Schülerinnen und Schüler mit ausländischer Herkunft die Studienberechtigung. Auch das ist ein Riesenerfolg!“

Die von den Arbeitgeberverbänden in der Metall- und Elektroindustrie finanzierte „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ hat heute ihren „Bildungsmonitor 2017“ veröffentlicht. Danach belegt das Saarland Rang 6 im Vergleich der Bildungssysteme aller Bundesländer und verbessert sich das dritte Jahr in Folge am stärksten gegenüber den anderen Bundesländern.

Commerçon: „Bei meinem Amtsantritt 2012 lag das Saarland, was dieLeistungsfähigkeit des Bildungssystems angeht, noch auf Platz 12. Heute belegen wir bereits den 6. Platz. Wir konnten in den vergangenen drei Jahren nicht nur den größten Fortschritt im Bildungssystem insgesamt erzielen, sondern verbuchen auch bundesweit den Bestwert bei der Bildungsgerechtigkeit und Integration: Im Saarland entscheidet weniger die Herkunft der Kinder oder der Geldbeutel der Eltern über Abschlüsse und Schulerfolge, sondern was die Schülerinnen und Schüler im Kopf haben.Zudem erlangen bei uns viele Schülerinnen und Schüler mit ausländischer Herkunft das Abitur. Auch das ist ein Riesenerfolg!“

So geht aus dem Bildungsmonitor hervor, dass fast doppelt so vieleSchülerinnen und Schüler mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit an den beruflichen Schulen die Studienberechtigung erlangten (Saarland: 13,7 Prozent, Bundesdurchschnitt: 7,1 Prozent). Auch an allgemeinbildenden Schulen erwarben überdurchschnittlich vieleJugendliche mit ausländischer Staatsangehörigkeit eine Studienberechtigung wie Abitur oder Fachhochschulreife (Saarland: 10,2 Prozent, Bundesdurchschnitt: 7,1 Prozent).

„Wir haben in den vergangenen Jahren den Fokus stärker auf eine gezielte individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler gelegt. So konnten Lerndefizite frühzeitig erkannt und ausgeglichen werden, sodass Schülerinnen und Schüler immer seltener die Schule ohne Abschluss verließen oder Klassen wiederholten“, so Commerçon.

Die Wiederholerquote – zeigt der Bildungsmonitor 2017 – lag in der Sekundarstufe I mit lediglich 1,3 Prozent deutlich unterhalb des Bundesdurchschnitts von 2,6 Prozent.

Handlungsbedarf sieht die Studie hingegen beim Ganztagsunterricht in den weiterführenden Schulen: „Wir haben in den vergangenen Jahren den Ganztag in Grundschulen flächendeckend ausgebaut. Davon sind wir bei den weiterführenden Schulen noch ein gutes Stück entfernt. Deshalb fordere ich für alle Schülerinnen und Schüler einen Rechtsanspruch auf Ganztagsschule.“

1 KOMMENTAR

  1. Guten Tag Herr Commercon,
    es ist vollkommen klar, dass sich jeder Minister gerne selbst lobt und der Öffentlichkeit ein positives Bild seiner erfolgreichen Tätigkeit darstellen will.
    Leider vermisse ich in obigem Artikel die etwas kritischen Punkte in der Stellungnahme des Geschäftsführers des ISNM H. Pellengahr:
    „… so habe die Schulabbrecherqoute unter Ausländern bundesweit in den letzten Jahren wieder zugenommen. Auch habe der Anteil der leseschwachen Schüler zugelegt..“ !

    Vielleicht erfährt die Öffentlichkeit demnächst ja, wie diese Aussagen das Saarland betreffen und zu bewerten sind.

    mfg

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