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Lorig besucht Verein Zonguldak – Praktische Hilfe steht im Mittelpunkt des Völklinger Kultur- und Solidaritätsvereins

Foto: Stadt Völklingen

Den Verein Zonguldak in der Völklinger Karl-Janssen-Straße hat Oberbürgermeister Klaus Lorig gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten der Stadt Völklingen Gülsah Bora besucht. Der Kultur- und Solidaritätsverein ist seit Mai 2015 in seinem Domizil in der Völklinger Innenstadt aktiv und hat über 300 Mitglieder. Vorsitzender ist Hidayet Geldi. Die Räume im Ladengeschäft mit der Hausnummer zehn, einer ehemaligen Bäckerei, sind seit der Eröffnung täglich ab 17 Uhr geöffnet, auch am Wochenende.

Zonguldak ist der Name einer Stadt in der Türkei. Viele türkische Gastarbeiter kamen aus dieser vom Bergbau geprägten Stadt. Deshalb ist ein Bergarbeiter auch die zentrale Figur des Vereinslogos. In Gelsenkirchen gab  es bereits vor mehr als zwanzig Jahren einen Zonguldak-Verein. Er war im Jahr 2015 das Vorbild für die Gründung eines gleichnamigen Vereins in Völklingen.

„Politik und Religion haben hier nichts verloren“, lautet die Vorgabe für die Vereinsarbeit. Praktische Hilfe steht im Vordergrund. Die Tätigkeiten  sind vielfältig. Der Verein hilft beispielsweise bei Behördengängen. Bildungsförderung ist ein weiterer Schwerpunkt: Nachhilfe für Schülerinnen und Schüler  wird ebenfalls von der Grundschule bis zum Abitur vermittelt. Bei Krankenhaus-Besuchen unterstützten Mitglieder des Vereins die Patienten. Mit der Klinik in Püttlingen gibt es bereits eine beiderseitige Vereinbarung über geregelte Besuche. Eine ähnliche Regelung strebt der Verein auch in der Klinik in Völklingen an, erklärt der Vorsitzende. Daneben steht natürlich die Förderung von Kultur auf der Agenda von Zonguldak.

„Wir müssen hier vielmehr am Gemeinschaftsleben teilnehmen“, lautet das Credo von Hidayet Geldi als Vorsitzender des Völklinger Vereins. Diese Einstellung begrüßt Oberbürgermeister Klaus Lorig, der ein noch verstärkteres Engagement von Migranten in Vereinen in Völklingen begrüßen würde. Lorig nannte das Beispiel der Feuerwehr, wo ein stärkeres Engagement durchaus hilfreich wäre („Bei ausländischen Mitbürgern brennt`s schließlich auch“).

Hidayet Geldi erklärt, dass er sich von der Ansprache der Familien insgesamt viel verspreche. Im schulischen Bereich funktioniere das Engagement der Eltern inzwischen gut, bestätigt Lorig. Es müsse aber über die Schule hinaus auch noch mehr Engagement geben.

Gleichzeitig lobte der Rathauschef die Initiative des Vereins für eine Jobbörse, die bereits stattgefunden habe. Denn, so Geldi Hidayet, „wir müssen uns darum bemühen, die Jugendlichen von der Straße zu bekommen. Jeder vermittelte Jugendliche ist ein Erfolg.“ Eine geplante zweite Jobbörse soll es schon dieses Jahr geben. Der Rathauschef signalisierte seine Unterstützung.