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Die Landeshauptstadt entwickelt mit dem ATSV Saarbrücken im Rahmen des Projektes „Sport hoch 3“ die Sportanlage Lulustein in Alt-Saarbrücken weiter

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Sportanlage Lulustein (Quelle: Landeshauptstadt Saarbrücken)

Die Landeshauptstadt Saarbrücken wird noch in diesem Jahr mit der Erneuerung und Weiterentwicklung der ATSV-Anlage auf dem Lulustein in Alt-Saarbrücken beginnen. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Dienstag, 6. Februar, der Vergabe von Planungsleistungen sowie einer Zuwendungsvereinbarung mit dem ATSV Saarbrücken als Projektpartner zugestimmt. Als Eigentümer der zum Platz angrenzenden Halle übernimmt der Verein als Bauherr die Verantwortung.

 

Für das Projekt mit dem Titel „Sport hoch 3“ stellt der Bund Städtebau-Fördermittel in Höhe von 3,448 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammt aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundesbauministeriums. Damit unterstützt der Bund Projekte, die stadtentwicklungspolitische Impulse setzen und unter anderem auch eine besondere Wirkung für die soziale Integration vor Ort haben.

 

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: „Dass wir die Bundesförderung bekommen, ist ein großer Erfolg und ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung von Alt-Saarbrücken. Wir haben hier einen gesellschaftlich bunt gemischten Stadtteil, der weiter wächst – nicht zuletzt durch Neubaugebiete wie den Franzenbrunnen, Bellevue 2.0 und Im Wittum mit vielen Familien. Der ATSV Saarbrücken leistet mit seinen Mitgliedern hervorragende Arbeit in Alt-Saarbrücken, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen. Mit der Weiterentwicklung der Anlage wollen wir aber auch allen attraktive Möglichkeiten zum Sporttreiben bieten, die sich bisher nicht in einem Verein organisieren wollen. Außerdem soll das Gelände ein Treffpunkt im Stadtteil werden.“

 

Dr. Stephan Schaeidt, erster Vorsitzender des ATSV Saarbrücken, ergänzt: „ Der ATSV vereint alle Gesellschaftsschichten, wir engagieren uns sozial und integrativ über den Sport hinaus. Damit ist der ATSV weit mehr als ein reiner Sportverein. Die jetzt geplante Sanierung ist nur der erste Schritt: Wir erarbeiten gerade ein Stufenkonzept zur Weiterentwicklung der ATSV Halle als Sport- und Kulturzentrum. Aktuell ist in der ATSV Halle nicht nur der Vereinssport beheimatet, an den Vormittagen steht sie dem Regionalverband für den Schulsport zur Verfügung.“

 

Ablauf der Bauarbeiten und Kosten

Die geplanten Arbeiten an der ATSV-Anlage sind in drei Module eingeteilt. Zunächst ist der Umbau des Tennenplatzes in einen Naturrasenplatz mit vier Laufbahnen und Sektoren in Kunststoff vorgesehen. Hier soll der Schwerpunkt auf Wurfdisziplinen liegen. Im zweiten Modul wird der „Mittelplatz“ umgebaut. Dort entstehen ein Multifunktionsfeld mit Kunststoffbelag, ein Beachvolleyballfeld, ein Geräteschuppen und eine Toilettenanlage.

Das dritte Modul stellt die Sanierung der ATSV-Halle dar. Dazu zählen die energetische Sanierung des Dachs und der Einbau eines Treppenlifts, um einen barrierefreien Zugang zur Halle zu ermöglichen. Für diesen Abschnitt erhält der Verein Zuschüsse und ist als Bauherr verantwortlich. „Um das Risiko der zusätzlichen hohen Eigenbelastung für den Verein zu minimieren, ist geplant, die Arbeiten innerhalb der Halle noch während den Sommerferien 2018 zu realisieren. Nur so lassen sich die enormen Einschränkungen auf den Sportbetrieb so gering wie möglich halten. Ich hoffe auf das Verständnis und die Geduld unserer Mitglieder“, erläutert Dr. Stephan Schaeidt.

Schäden an der ATSV-Halle (Quelle: Landeshauptstadt Saarbrücken)

Bis 2020 soll die erneuerte Anlage fertig sein. Die Förderquote durch den Bund beträgt 90 Prozent. Der städtische Eigenanteil von zehn Prozent (383.111 Euro) ist im Haushalt bereitgestellt und in der Haushaltsplanung bis 2020 ausgewiesen. Das Projekt hat somit ein Gesamtvolumen von rund 3,83 Millionen Euro.

 

Bezug zur Bundesförderung und Ziele

Der Lulustein mit der ATSV-Halle ist abgesehen vom Fußballplatz auf der Folsterhöhe die einzige Freisportanlage in Alt-Saarbrücken. Ihre Weiterentwicklung hat für den Stadtteil mit seinen 19.000 Einwohnern aus mehreren Gründen eine große Bedeutung. So befinden sich dort zum Beispiel zwei Hochschulen, fünf Gymnasien sowie Grund- und Berufsschulen, die sowohl die Anlage als auch die Halle nutzen. Die mit den ansässigen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen bestehenden Kooperationen sollen weiter ausgebaut, der Schulsport soll sichergestellt werden.

 

Der Altsaarbrücker Turn- und Sportverein e. V. (ATSV) ist mit rund 1700 Mitgliedern und insgesamt 14 Sportabteilungen einer der größten Vereine im Saarland und in der saarländischen Leichtathletik besonders erfolgreich. Außerdem führt der Verein als einziger ein Inklusionstraining durch, hat Angebote für alle Altersklassen und gezielt auch für Flüchtlinge und Migranten. In die Sportanlage zu investieren leistet also gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration im Quartier und zur Unterstützung des Sportvereins.

 

Auch im Hinblick auf den Städtebau sind die Pläne für die ATSV-Anlage sinnvoll. Sie ist ins Wohngebiet integriert und mit der Tallage von Alt-Saarbrücken und den angrenzenden Quartieren sowohl durch den öffentlichen Personennahverkehr gut angebunden als auch zu Fuß leicht erreichbar. Mit den geplanten Sport- und Freizeitangeboten sollen die Standortbedingungen des Stadtteils verbessert und damit die Entwicklung der Landeshauptstadt Saarbrücken insgesamt unterstützt werden. Außerdem entsprechen die Pläne für die erneuerte Anlage den Zielen des Stadtentwicklungskonzepts 2010/11, die Qualität der Freiräume weiterzuentwickeln, Freizeit- und Sportinfrastruktur instand zu halten und weiterzuentwickeln sowie Vereinsarbeit zu fördern.

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