Start Sulzbach/Saar Altenwald SVG Eintracht Altenwald: Sulzbachs beste Truppe

SVG Eintracht Altenwald: Sulzbachs beste Truppe

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Landesliga Süd Saison 2017/2018, 14. Spieltag, SVG Eintracht Altenwald - FC Kandil Saarbrücken 5:0 in Sulzbach-Altenwald, Sportplatz Ludwigshöhe © 2017 MPIX

Viele aktive Vereine gibt es leider nicht mehr in Altenwald. Umso wichtiger ist deshalb des Engagement der Eintracht, die nicht nur wegen ihrer sportlichen Leistungen eine Sonderposition unter den Fußballvereinen in Sulzbachtal innehat. Der Verein ist solide aufgestellt. Dafür steht insbesondere Edmund Haag, der seit 1976(!) Geschäftsführer des Vereins ist und jeden Grashalm auf dem Gelände an der Ludwigshöhe persönlich kennt.

Mit dem Vorstandsteam unter der Leitung von Stefan Leist hat sich die Eintracht durch eine erfolgreiche Relegation gegen Britten-Hausbach und Röchling Völklingen von der Bezirksliga in die Landesliga Süd katapultiert und steht dort aktuell auf dem 4. Platz. Mit der Meisterschaft rechnet das Team, das von Vincenzo Simonetta trainiert wird, gegenwärtig nicht, auch wenn sieben Neuverpflichtungen in der Winterpause getätigt wurden. Diese fanden jedoch bereits in Hinblick auf die nächste Saison statt, denn kurzfristige Planungen sind ganz klar nicht Sache von Edmund Haag und der Eintracht.

Bezirksliga Saarbrücken Saison 2017/2018, 14. Spieltag, SVG Eintracht Altenwald II – FC Kandil Saarbrücken II 2:1 in Sulzbach-Altenwald, Sportplatz Ludwigshöhe Foto: SVG Eintracht Altenwald
© 2017 MPIX

Das war es aber noch lange nicht mit den Erfolgen, denn das zweite Team grüßt von Tabellenplatz Numero Uno in der Kreisliga A Südsaar. Hier steht Uwe Mörsdorf am Seitenrand. Er und Vincenzo Simonetta genießen hohes Ansehen im Verein und haben bereits für die nächste Spielzeit verlängert. „Die Trainer haben bei uns freie Hand.“ beschreibt Edmund Haag denn auch die Philosophie des Vereins. Natürlich gibt es Erwartungen, doch diese werden begleitet von realistischen Einschätzungen und Erfahrungswerten: „Wenn ein Trainer eine Mannschaft neu übernimmt, so hat er nicht die Mannschaft zur Verfügung, die er sich vorstellt. Erst nach zwei Jahren ist es das Team, das er selbst nach seinen Vorstellungen zusammengestellt hat.“ Das sollte dann auch funktionieren.

„Heuern und Feuern“ gibt es bei uns nicht!“ stellt Edmund Haag klar. Zwischen Vorstand, Geschäftsführung und Trainerteam existiert ein Vertrauensverhältnis und das dokumentiert er durch eine klare Aussage: „Die beiden Trainer waren ein Glücksgriff für uns.“

Und dennoch lassen sich die Zeiten als er anfing mit heute nicht mehr vergleichen. Früher war das ganze Dorf unterwegs, wenn es gegen die andern Teams aus dem Sulzbachtal ging – und das andere Dorf kam noch hinzu. Heute finden sich bei Heimspielen noch 150 bis 200 Zuschauer an der Ludwigshöhe ein. Und das ist für einen Ort dieser Größe noch ein guter Schnitt.

Auch im Jugendbereich sieht es gut aus: Von der G- bis zur C-Jugend können die Altenwalder noch ein eigenes Team stellen, darüber hinaus gibt es Spielgemeinschaften mit der Hellas aus Bildstock. Seit vielen Jahren ist die SVG Altenwald übrigens Stützpunkt des DFB. Montags führt dann Wolfgang Seel das Regiment auf dem Platz. Auch der ein oder andere Altenwalder Nachwuchsspieler durfte sich bei dem ehemaligen Nationalspieler und Kapitän des 1. FC Saarbrücken schon vorstellen.

Ganz besonders stolz sind die Eintrachtler auf den eigenen Grund und Boden. Das Gelände gehört dem Verein ebenso wie alles, was sich darauf befindet. Das ist nicht zuletzt ein prächtiges Vereinsheim mit zwei Kegelbahnen. Die sind nicht zuletzt deshalb nötig, weil die SVG auch eine eigene Abteilung „Kegeln“ unterhält. Man kann sich denken, dass in der Gaststätte also immer etwas los ist.

Nicht nur an Spieltagen der einzelnen Mannschaften. Auch Hochzeiten, Geburtstage und Betriebsfeste werden hier gefeiert. Der Unterhalt und die Instandsetzung des Anwesens verlangt dem Verein natürlich einiges ab. Kürzlich wurde eine Solaranlage mit Warmwasserbeheizung installiert, die mit 40 KW eine der größten in Sulzbach ist.

Der Verein kann, wie er jetzt aufgestellt ist, optimstisch in die Zukunft blicken. Und vielleicht klappt es ja doch wieder, zumindest die Relegation für die Verbandsliga zu erreichen. Dann gibt es – wie im letzten Sommer – auf der Ludwigshöhe kein Halten mehr.

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