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Tag der Talente beim 1. FC Saarbrücken

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Insgesamt 50 Kinder hatte der 1. FC Saarbrücken zur Talentsichtung zu zwei Terminen in den Osterferien eingeladen. Es ging darum, die U10 für die kommende Saison zusammen zu stellen. Dabei wurde Jugendkoordinator Karsten Specht von vier U17 Spielern unterstützt, von denen jeder eine Mannschaft übertragen bekam. Sie sprachen vor der Kamera über ihre Erfahrungen.

Nach Ende des Trainings wartete noch eine Überraschung auf die Teilnehmer der Sichtung: Egon Schmitt und Wolfgang Seel waren zur Verabschiedung ins Sportheim gekommen. Damit möchte der Verein dokumentieren, welche Wertschätzung der Verein der Jugendarbeit entgegenbringt.

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde die Abteilung auf eine neue Basis gestellt. Unter der Ägide des neuen 1. Vorsitzenden Jörg Alt und Nachswuchsleiter Nico Weißmann wurde die Jugendförderung forciert. Zu diesem Konzept gehört im Besonderen die Einführung eines Nachwuchsleistungszentrums, für dessen Leitung Oliver Schäfer engagiert wurde.

In den letzten Wochen gab es viel Kritik für die Arbeit des neuen Teams, weil der 1. FC Saarbrücken in der U19 und der U17 dem Nachbarn aus Elversberg hinterher hinke. Ein offensichtlich verblendeter Blick auf die Sachlage. Denn die Fakten sprechen eine andere Sprache:  Drei Spieler der U19, darunter Lukas Quirin, wurden zu DFB Lehrgängen eingeladen. Für einen Regionalligisten, der sich hier im Wettbewerb zu Weltklassevereinen wie Bayern München und Borussia Dortmund befindet, eine tolle Bestätigung seiner Arbeit. Und generell schaffen es in Saarbrücken ausgebildete Fußballer immer wieder in die erste und zweite Liga. Gegenwärtig sorgt beispielsweise Eduard Löwen für Furore. Auch Ivan Sachanenko besitzt einen Profivertrag für die kommende Saison. Das sind Erfolge, die kein anderer Verein im Saarland vorweisen kann.

Ganz wichtig für die Weiterentwicklung der Jugendarbeit ist für Jörg Alt die bevorstehende Wiedereinführung der zweiten Mannschaft. Diese soll möglichst rasch aufsteigen, um in einigen Jahren als Brücke zwischen Jugend- und Profiabteilung dienen zu können. Denn momentan müssen sich fast alle U19 Spieler nach Erreichen der Altersgrenze einen neuen Verein suchen. Im Profibereich werden maximal drei Plätze im Jahr für Nachrücker aus der Jugend frei. Deshalb verabschieden sich viele Talente aus dem Verein und suchen ihr Glück woanders. Das führt die komplette Jugendarbeit ad absurdum. Denn alles, was man bis zu diesem Zeitpunkt in die Spieler investiert hat, kommt nun anderen Mannschaften zu Gute.

Doch zurück zum Tag der Talente: Aus den 50 Teilnehmern werden 16 Spieler für einen erneuten Termin herausgesucht. Davon werden 12 künftig das FCS-Trikot tragen. Womöglich ist der ein oder andere dabei, der irgendwann einmal das Profiteam des 1. FC Saarbrücken verstärken wird. Eins ist allerdings klar: Die Buben hatte mächtig viel Spaß und alle bekamen ein Talente-T-Shirt mit nach Hause. Der 1. FC Saarbrücken gibt sich viel Mühe, die vor einiger Zeit verlorene Bindung zum Umfeld wieder herzustellen. 

Sehen Sie hier unseren Videobericht vom Tag der Talente:

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