Junge Liberale Saar sprechen sich gegen Kopftuchverbot aus

Saarbrücken, 11. April 2018 – „Ein vom Staat befohlenes Kopftuchverbot – egal für welche Alter- und Berufsgruppe – ist inakzeptabel.“, kommentiert Julien Simons JuLis Landeschef die aktuelle Debatte.

Die Religionsfreiheit beziehe sich nicht nur auf die innere Freiheit, die garantiert, dass jeder glauben kann, was er möchte. Genauso wichtig sei auch die äußere Freiheit zu zeigen, woran man glaubt.

„Nichtsdestotrotz ist jedes Mädchen, dass gezwungen wird ein Kopftuch zu tragen eines zu viel. Wenn wir aber die offene Religionsausübung bis 14 Jahre verbieten, dann müsste man konsequenterweise sich auch dem Kommunionsunterricht oder den Bar-Mitzwa Feiern annehmen.“, so Simons weiter.

Wenn ein Zwang zur Ausübung egal welcher Religion erkennbar sei, seien aus Simons Sicht die Schulen in der Pflicht dies mit den Eltern zu thematisieren und gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten. „Aus Gesprächen mit Grundschullehrern weiß ich beispielsweise, dass sich Betroffene ihren Lehrern in solchen Fragen eher anvertrauen, als den direkten Konflikt mit den Eltern zu suchen. Das Lehrpersonal kann dann oftmals vermittelnd auftreten.“, so der Landesvorsitzende abschließend.

Die Jungen Liberalen Saar sprechen sich mit aller Deutlichkeit gegen eine Einschränkung der Religionsfreiheit per staatlicher Kleiderordnung aus.