Start Kultur v.ArtVelsen 2018: Harmonie, Spannung und Gegensatz

v.ArtVelsen 2018: Harmonie, Spannung und Gegensatz

von links nach rechts: Roswitha Jungfleisch, Vorsitzende der Stiftung europäische Kultur und Bildung, Kultusminister Ulrich Commercon, Bernd Geiter, Evelyn Geiter, Jürgen Jungfleich, stellv. Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung europäische Kultur und Bildung (Foto: Isolde Stein-Leibold)

Groggy und glücklich – so lässt sich der Gemütszustand von Evelyn und Bernd Geiter beschreiben, die seit Februar dieses Jahres die v.ArtVelsen 2018 organisiert haben. Zwischen dem 1. und 3. Juni 2018 war es – im Rahmen des Warndt Weekends – soweit: Alle dreizehn Künstler waren unter einen Hut gebracht, die Werke platziert und gehängt, und die Besucher konnten kommen. „In diesem Jahr war es wirklich einmalig – noch nie hatten wir so viele und vor allem so viele interessierte Gäste – darunter übrigens auch Ulrich Commerçon, den Minister für Kultur und Bildung,“ freut sich Bernd Geiter, der ebenso wie seine Frau Evelyn im dreitägigen Dauereinsatz war. Unterstützt wurden sie von dreizehn renommierten Maler, Bildhauer und Fotografen. Sie zeigten ihre ganz unterschiedlichen Werke in dieser harmonisch zusammengestellten, gleichwohl auf Spannung und Gegensatz beruhenden Ausstellung. Harmonie, Spannung und Gegensatz herrschten nicht nur zwischen den einzelnen Werken, sondern auch zwischen den Werken und der spannenden Location: Die v.ArtVelsen 2018 fand in der einstigen Waschkaue der Alten Grube Velsen in Saarbrücken-Klarenthal statt, und das „marode Ambiente“ trug zur Faszination der Ausstellung bei.

„Wir wollen hier ein Fest feiern und sind nicht primär zum Verkaufen da. Wirklich frei arbeiten kann man eigentlich nur, wenn man sich an seinem Inneren und nicht an Verkaufszahlen orientiert. Wobei, zugegeben, man dabei natürlich eine Balance finden muss,“ so das Fazit der Künstler, die aus diesem Projekt gegenseitige Inspiration schöpfen und zu Freunden zusammengewachsen sind. Die schiere Zahl der rund 3000 Ausstellungsbesucher, die sich auf den Weg nach Velsen gemacht hatten, unterstrich eindrucksvoll, wie aufregend Kunst sein kann, wenn sie leidenschaftlich, unkonventionell und ursprünglich daherkommt. Nicht nur gewippt, sondern auch getanzt wurde dann am Sonntag, dem 3. Juni, als die St. Swlngbert Dixieland Jazzband mit ihrer mitreißenden Sängerin Lisa Mörsdorf Standards aus Jazz und Pop neuen Glanz verlieh.

Und danach? „Danach fallen wir erst mal in ein Loch,“ schmunzeln die Geiters. Aber nicht für lange. Denn die nächsten Projekte sind schon in Planung.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Stiftung europäische Kultur und Bildung statt.