Start Wirtschaft Studie ermittelt: In Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland wird am meisten digital gearbeitet

Studie ermittelt: In Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland wird am meisten digital gearbeitet

Ohne digitale Arbeit scheint der berufliche Alltag in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland mittlerweile undenkbar: 65 Prozent – und damit 14 Prozent mehr als im bundesweiten Durchschnitt – der Berufstätigen im Südwesten Deutschlands halten den Anteil an Computerarbeit in ihrem Arbeitsalltag für hoch. Nur 15 Prozent bewerten ihn mit niedrig. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Kantar EMNID-Umfrage, im Auftrag der Full-Service Intranet Agentur HIRSCHTEC, unter 1.000 Berufstätigen in Deutschland.

Spitzenreiter sind der Südwesten und Berlin, Schlusslichter der Nordosten und NRW 

Damit sind die Hessen, Rheinland-Pfälzer und Saarländer zusammen mit den Beschäftigten aus der Start-up-Hochburg Berlin (64 Prozent) Spitzenreiter. Das Schlusslicht bilden Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Nur 42 Prozent der Befragten aus diesen Bundesländern schätzen den Anteil digitaler Arbeit an ihrem beruflichen Alltag als hoch ein.

Gründe hierfür könnten sein, dass die digitale Infrastruktur im Nordosten im Vergleich zu anderen Bundesländern noch wenig ausgeprägt ist und im bundesweiten Vergleich in Nordhrein-Westfalen überdurchschnittlich viele Handwerbsbetriebe angesiedelt sind. Der Vorreiter Südwesten beherbergt hingegen zahlreiche Unternehmen der Banken- und Versicherungsbranche, die als Vorbilder bei der digitalen Transformation gelten. In Berlin sind zudem viele junge Digitalunternehmen ansässig.

Viel digitale Arbeit = viel digitale Verwirrung

Ein hoher Anteil von Computerarbeit in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland scheint jedoch auch einen negativen Effekt zu haben: Fast ein Drittel (30 Prozent) der Befragten fühlt sich bei der digitalen Zusammenarbeit durch eine hohe Anzahl verschiedener moderner Tools – z. B. Intranet, virtuelle Arbeitsräume, Dateiaustausch – oft beeinträchtigt. Nur die Berliner sehen sich hier noch stärker eingeschränkt. 43 Prozent, fast doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt, empfinden zu viele unterschiedliche, digitale Instrumente oft als Hürde für die interne Kommunikation und Zusammenarbeit. Nur 13 Prozent der Berufstätigen in Sachsen und Thüringen (13 Prozent) sehen sich mit diesem Problem konfrontiert. Allerdings liegt in diesen ostdeutschen Bundesländern der Anteil digitaler Arbeit am Arbeitsalltag mit 47 Prozent auch unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Hessen, Rheinland-Pfälzer, Saarländer und Berliner setzen digitale Tools effizient ein

Geben die Befragten im Südwesten Deutschlands und in Berlin am häufigsten an, dass der Anteil an digitaler Arbeit in ihrem Büroalltag hoch ist, so sind es auch sie, die überdurchschnittlich oft glauben, digitale Werkzeuge effizient einzusetzen. In Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sind 68 Prozent der Beschäftigten (Bundesdurchschnitt 66 Prozent) hiervon überzeugt, nur 29 Prozent nicht. 67 Prozent der Berliner glauben, dass sie die vorhandenen digitalen Werkzeuge wirkungsvoll in ihrem Arbeitsalltag einsetzen, lediglich 31 Prozent sind gegenteiliger Auffassung.

„Die Ergebnisse zeigen: Je höher der Anteil digitaler Arbeit im Berufsalltag ist, desto öfter glauben Berufstätige auch, moderne Kommunikations- und Kollaborations-Tools effizient einzusetzen.

Gleichzeitig führt ein Set aus zu vielen verschiedenen, digitalen Instrumenten aber auch zu häufigen Beeinträchtigungen bei der digitalen Zusammenarbeit. Für Unternehmen heißt das: Weniger ist mehr. Eine Tool-Landschaft, die auf wenige Instrumente beschränkt ist und genau den Anforderungen der Mitarbeiter entspricht, kann ein effizienteres und produktiveres Arbeiten bewirken“, so Lutz Hirsch, geschäftsführender Gesellschafter von HIRSCHTEC.