Start FCS FCS schlägt belgischen Zweitligisten Tubize mit 1:0

FCS schlägt belgischen Zweitligisten Tubize mit 1:0

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Die Testspielphase des 1. FC Saarbrücken schreitet mit schwereren Aufgaben weiter voran. Gestern stand in Bous der AFC Tubize als Prüfstein zur Verfügung, eine Mannschaft, die im vergangenen Jahr den Aufstieg in die zweite Division schaffte und sich dort im ersten Jahr etablieren konnte. Dirk Lottner hatte sich für folgende Aufstellung entschieden: Im Tor Batz, davor Mendy, Zellner, Kehl-Gomez und Müller. Das 5er Mittelfeld bestand aus Jänicke, Zeitz, Perdedaj, Holz und Mendler. Vorne agierte Marcel Carl als einzige Spitze.

Bei 30 Grad und auch am Abend noch heftiger Sonneneinstrahlung bemühten sich beide Mannschaften zu Beginn, möglichst den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Torraumszenen waren bis zur 20. Minute selten. Die Belgier kamen einmal gefährlich vor das Tor von Daniel Batz, der allerdings glänzend parierte. Es wurde beiderseits eine robuste Gangart gewählt, was Markus Mendler in der 35. Minute zu spüren bekam. Ein schöner Pass von Zeitz ließ den linken Mittelfeldspieler durchstarten, doch ein böses Foul 10 Meter vor dem Tor verhinderte die Führung des FCS. Dafür gab es konsequenterweise Elfmeter, was mittlerweile Sache von Steven Zellner ist, der ruhig und konzentriert im unteren rechten Eck einschob. Danach wurde das Spiel etwas lebendiger. Insbesondere die rechte Seite über Mendy, Jänicke und sehr oft auch Holz, der etwas vor Zeitz und Perdedaj agierte, produzierte regelmäßig Gefahr für das Tor des AFC Tubize.

In der Halbzeitpause wurde zunächst nur Joe Vunguidica gegen Marcel Carl getauscht. Beide Stürmer mussten weite Wege gehen, denn die massierte Abwehr der Belgier griff beherzt zu. Mitte der zweiten Halbzeit setzte sich Joe Vungudica einmal im Sprint gegen seinen Bewacher durch, doch der Ball prallte vom herausstürzenden Keeper zur Seite ab. Die beste Möglichkeit in Hälfte zwei besaß schließlich Lukas „Quietschie“ Quirin, der insgesamt für eine deutliche Belebung im Mittelfeld sorgte. Er scheiterte jedoch mit seinem beherzten Solo 10 Minuten vor Spielende am Torhüter von Tubize.

Fazit: Alles in allem war dies ein arbeitsintensiver Abend für das Lottner-Team, das letztlich verdient siegte. Etwas erstaunlich erschien sicherlich, dass bis auf den Stürmer im 4-5-1 System kein Neuzugang in der Startformation zu finden war, was sich allerdings schon in Tholey, wo der 1. FC Saarbrücken am Dienstag um 18 Uhr auf den algerischen Rekordmeister JS Kabylie trifft, ändern kann. Die Ausrichtung des Trainerteam scheint nicht mehr so geradeaus offensiv zu sein, wie es durch die Konstellation mit Schmidt und Behrens möglich war. Das entzieht dem Spiel natürlich ein wenig Attraktivität, was aber niemand jucken wird, so lange das Ergebnis stimmt. Neben dem insgesamt sehr gut aufgelegten Steven Zellner überzeugte gestern wieder Lukas Quirin, der sich technisch und läuferisch auf hohem Niveau präsentierte und selbstbewußt agierte.

1 KOMMENTAR

  1. Bravo !
    Sehr ansprechender Journalismus , großartig aufgebaute Wortführung und beruhigende Situationsdarstellung seitens des Trainers . Auch erfreulich zu hören , dass sich Dirk Lottner inclusive seiner Familie wohl fühlt – in einem völlig neu zu betrachtendem Umfeld , welches an Zeiten eines Gustl Jordan oder Helmut Schneider erinnert .
    Außer der hohen Einkaufsqualität seitens des Vereins ( Ferner – Mann – Fischer und Dirk Lottner ) kann ich mich persönlich mit Miotka – Quitschie – Jurchner am stärksten identifizieren , wobei aber auch die gesamte Mannschaft zu einer einzigen Granate werden wird . Diese explosive Wucht , welche sich andeutet ist um noch einigen “ Deut “ stärker als in der vergangenen Saison . Ein 3 – 5 – 2 , oder 3 – 1 – 4 – 2 wären meine bevorzugten Grundsysteme .
    Dank an die gesamte Vereinsführung , die , endlich eine Zeitenwende herbeigeführt zu haben scheint .

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