Start Sulzbach/Saar Hühnerfeld Carmen´s Insel: Die Entspannungsoase in Hühnerfeld

Carmen´s Insel: Die Entspannungsoase in Hühnerfeld

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„Mein Beruf ist meine Berufung!“ Carmen Trumpler

Man betritt eine andere Welt, wenn man die Tür zu Carmen´s Insel öffnet. Ein Fischernetz spannt sich über die Wand des einen Behandlungszimmers, ein Papagei leistet den Wartenden Gesellschaft, die Entspannung tritt sofort ein. Und genau diesen Effekt soll die von Carmen selbst arrangierte Dekoration haben: Reinkommen und wohlfühlen.

Bali grüßt: Hier gibt es keine normale Theke,
sondern einen Stand aus Bambus als Empfang.

Ihr kleines Geschäft ist mittlerweile einer der letzten Aktivposten in der Trenkelbachstraße. Das Geschäftsleben verabschiedet sich auch in Hühnerfeld Stück für Stück. Doch die gebürtige Quierschderin hält zusammen mit Isabelle Ecker die Stellung. Nicht, weil sie muss, sondern weil sie will: „Mein Beruf ist meine Berufung! Ich liebe meinen Job!“ Der ist im übrigen außerordentlich vielfältig: Brautmakeup, Maniküre, Gesichtsbehandlungen bis hin zur Pediküre und Fußpflege. Das Programm ist umfassend und der Terminplaner immer voll.

Denn neben der reinen Dienstleistung und der einzigartigen Atmosphäre ist eines ganz wichtig für die Kunden: Carmen lässt sich Zeit. Da tickt keine Stoppuhr. „Es gibt eine gute Tasse Kaffee und es wird auch viel erzählt.“ lächelt die junge Frau, die seit 16 Jahren in Hühnerfeld arbeitet, sechs davon in dem Eckhaus an der Trenkelbachstraße. Das Kosmetikstudio bestand schon zuvor, Carmen hatte das Geschäft von ihrer ehemaligen Arbeitgeberin übernommen.

Carmen Trumpler (l.) mit ihrer Tochter Eileen

Eine Einzelkämpferin ist sie. „Ich mache alles selbst, bis hin zur Buchhaltung.“ Aber sie weiß, dass sie sich auf ihre Familie, Freunde und ihren Lebensgefährten Patrick verlassen kann. Das spendet Kraft, den Alltag zu bewältigen, denn auf Privatleben muss sie überwiegend verzichten. Wenn sie nicht ihrer Arbeit nachgeht, warten zuhause in ihrem neuen Heim, das sie sich vor einem Jahr in Hühnerfeld gekauft hat, Haushalt und Garten. Und Hund Emma, der mittlerweile 13 Jahre ist und sein Heim mit drei Katzen teilt. Emma ist fester Bestandteil der Insel: „Manche Kunden bringen ihr schon einmal ein Leckerli mit.“ freut sich Carmen. Emma besitzt auch weitere Vorzüge: „Sie ist mein Fitnessstudio!“

Ihr ganzer Stolz ist ihre 25-jährige Tochter Eileen, die am DFKI arbeitet.

Das Verhältnis zur Kundschaft ist hier ebenfalls ein ganz spezielles. Mancher wird sich wundern, wenn er zur Tür hereinkommt und einen dieser Kunden auf dem Stuhl stehend vorfindet, weil ihm gerade aufgefallen ist, dass eine Glühbirne ausgetauscht werden muss. Carmen selbst erfährt viel Privates und teilt Freud und Leid mit den Menschen. „Manches kann ich nicht einfach abschütteln.“ Klar ist aber auch: Was dort erzählt wird, bleibt privat. Verschwiegenheit und Vertraulichkeit sind absolut gewährleistet.

Und auch bei der Kirmes zeigt sich das intensive Verhältnis zu den Hühnerfeldern: Da gibt´s für jeden, der hereinkommt ein Gläschen und ein kleines Häppchen, egal ob er/sie Kunde ist oder nicht. „Die Hühnerfelder haben mich hier so aufgenommen, als wäre ich hier geboren worden.“ sagt sie. Das möchte sie mit solchen Aktionen auch ein wenig zurückgeben.

Die Postkarten stammen
alle von Kunden, die
Urlaubsgrüße aus aller
Welt an Carmen senden.

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