Erfolgsprogramm „Aktiv leben nach Krebs“

Angebot bringt Betroffene zusammen in Bewegung

Das Kursprogramm „Aktiv leben nach Krebs“, das von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg entwickelt wurde, und mit dem Partner IKK Südwest im Saarland in Fitnessstudios umgesetzt wird, unterstützt Menschen nach überstandener Krebserkrankung beim Wiedereinstieg in ein körperlich aktives Leben.

„Aktiv leben nach Krebs“ wird in sieben saarländischen Fitnessstudios und Gesundheitseinrichtungen angeboten. Das Programm wird ausschließlich von zertifizierten Kursleitern angeboten, die über onkologische Praxiserfahrungen verfügen. Begleitende Forschungsergebnisse zeigen, dass das Wohlbefinden und die Fitness der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch das Programm deutlich verbessert werden. Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben dieses Programm bereits besucht oder sind noch aktiv. Der Einstieg ist jederzeit möglich.

Oranna Bur aus Bliesransbach, Teilnehmerin des Kurses im Studio Motivitas (Rilchingen),  findet das Programm „super“: „Die Trainer haben immer ein offenes Ohr für meine spezielle persönliche Situation. Sie kennen sich sehr gut aus mit gesundheitlichen Einschränkungen, verschiedenen Therapien und Medikamenten.“ Auch die geringe Gruppengröße von sechs bis sieben Personen sei sehr angenehm. Ihr persönlich haben die Hinweise zum Thema Ernährung sehr geholfen. Mike Schommer, Diplom-Sportlehrer und einer der beiden Geschäftsführer im Studio Motivitas, ist erstaunt, dass es auch ohne Werbung geht: „Das Programm wird weiterempfohlen von Patient zu Patient. Das ist natürlich auch für uns interesssant, eine neue Kundengruppe zu erschließen, die den Weg in Studio sonst nicht gefunden hätte.“ „80 Prozent der Teilnehmer binden sich nach dem Programm langfristig an unser Studio, weil sie gemerkt haben, dass ihnen dieser aktive Lebensstil gut tut“, ergänzt Frank Vogelgesang, ebenfalls Motivitas-Geschäftsführer, Fitnessökonom und früher als Gesundheits- und Krankenpfleger in der Onkologie tätig.

„Jeder von Krebs Betroffene, der sich von seinem Arzt eine Sporttauglichkeitsbescheinigung ausstellen lässt, kann an dem achtwöchigen Programm teilnehmen“, betont Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand der IKK Südwest und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. „Wichtig ist, dass sich die Betroffenen von Anfang an mitgenommen fühlen und sich nicht isoliert mit ihrer Erkankung auseinandersetzen müssen. In der Gruppe arbeitet man nicht nur an sich selber, es werden auch Erfahrungen ausgetauscht. Diese Atmosphäre und die Tipps geschulter Betreuer machen unser Angebot so wertvoll. Da wir uns den Menschen in der Region gegenüber verantwortlich fühlen, waren wir sofort von diesem Kursangebot überzeugt und unterstützen es seitdem.“

Auch Prof. Dr. Friederike Rosenberger, Sportwissenschaftlerin und Mitarbeiterin an DHfPG und NCT, die die Forschung begleitet, erhofft sich mit dem Projekt einen Bewusstseinswandel bei den Betroffenen: „Bewegung ist für Krebsbetroffene sehr wichtig, um die körperliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen und Nebenwirkungen oder Spätfolgen der Krebstherapie entgegenzuwirken. Wissenschaftlich ist das eindeutig nachgewiesen.“

Ein Verzeichnis der Kooperationspartner und der Kurstermine findet sich auf der Webseite der IKK Südwest (https://www.ikk-suedwest.de/leistungen/gesundheitsfoerderung/aktiv-leben-nach-krebs/) und der DHfPG (www.alnk.de)

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