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Einsatzmeldungen der Feuerwehr St. Ingbert zum Unwetter

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Foto: Markus Zintel, Feuerwehr St. Ingbert

Das angekündigte Unwetter am heutigen Donnerstagmittag, 9.8.2018, verschonte auch St. Ingbert nicht.

Der Löschbezirk St. Ingbert-Mitte wurde um 13:35 Uhr zum ersten Wasserschaden in der Stadt gerufen. Im Verlauf des Unwetters gingen weitere Meldungen bei der Feuerwehr ein. Da auch Einsätze in den Ortsteilen gemeldet wurden, kamen nach und nach die Löschbezirke Hassel, Oberwürzbach, Rentrisch und Rohrbach zum Einsatz. Der Schwerpunkt der Einsätze lag mit insgesamt 13 Einsätzen in der Mittelstadt. In Hassel und Rohrbach gab es jeweils einen Einsatz zu verzeichnen. In Rentrisch und Oberwürzbach jeweils drei Einsätze.

Die insgesamt 21 Einsätze verteilten sich auf neun Wasserschäden, wie herausgedrückte Gullydeckel oder Wasserschäden in Wohnungen und einem Geschäft in der Fussgängerzone und 12 Baumfälle bzw. abgebrochene Äste.

Im Ortsteil Oberwürzbach brach ein größerer Ast in den Reichenbrunner Straße ab und viel in den dortig verlaufenden Bach, der sich dadurch aufstaute und ein drohendes Hochwasser verursachte. Die Einsatzkräfte aus Oberwürzbach konnten die Baumteile aber schnell beseitigen. Im Ortsteil Rohrbach fiel am Zuweg zum Bahnhof ein größerer Baum um. Eine 70-köpfige Kindergruppe, die kurz zuvor mit dem Zug am Bahnhof ankam, konnte kurzzeitig die Heimreise nicht antreten. Weiterhin kam es auch zu Verkehrsproblemen in der Stadt und auf der Autobahn. Auf der L108, Höhe Auffahrt St. Ingbert West, fiel ein Baum um, der beseitigt werden musste. Auch die Autobahn war betroffen. Hier sorgten umgestürzte Bäume zwischen St. Ingbert West und Mitte für einen Stau. Im Einsatzabschnitt vor der Abfahrt St. Ingbert-West übernahm die Feuerwehr Saarbrücken die Beseitigung der Bäume.

Die Einsätze waren bis ca. 17:00 Uhr alle abgearbeitet. Insgesamt waren 12 Fahrzeuge mit 80 Einsatzkräften im Stadtbereich unterwegs. Für die Koordinierung der Einsätze wurde eine technische Einsatzleitung im Gerätehaus St. Ingbert eingerichtet.

Am Abend mussten die Einsatzkräfte aus St. Ingbert-Mitte erneut zweimal ausrücken. Um 17:31 Uhr drohten Äste in der Südstraße auf den Gehweg und die Straße zu fallen. Die Polizei forderte erneut die Feuerwehr ca. 2 Stunden später an. Um 19:41 Uhr erfolgte der Alarm. In der Kaiserstraße Ortsausgang Richtung Rohrbach drohten in 5m Höhe ebenfalls Äste herunterzufallen. Auch diese konnten mit Motorsägen über die Drehleiter beseitigt werden.

Für St. Ingbert verlief das Unwetter glimpflich.

Abschließend möchten wir als Feuerwehr die Bürger darauf hinweisen, dass bei solchen Unwetterlagen die Einsätze priorisiert werden. Entscheidend hierbei sind Gefahren für Menschen, Tiere und Umwelt, Gefahr für Sachgüter oder auch Bäume die Straßen versperren und somit den Verkehr beeinträchtigen. Heute mussten mehrere Einsatzstellen unnötig angefahren werden. Es gab Beschwerden, dass die Feuerwehr zu lange braucht, um an die Einsatzstellen zu kommen. Es wurden Wasserschäden gemeldet, die sich vor Ort als Fehlalarm herausstellten, weil kein Wasser mehr feststellbar war. Kleinere Wassermengen ziehen sich meist nach kurzer Zeit zurück. Hier appellieren wir auch an die Bürger zur Selbsthilfe. Bspw. können 2 cm Wasser selbst  mit Lappen oder einem Wassersauger aufgenommen werden. Die Feuerwehr ist zu rufen, wenn eine Gefahr besteht oder bspw. die Wassermenge so groß ist, dass ein Wassersauger nicht mehr ausreicht und eine große Pumpe zum Einsatz kommen muss. Diese Wassermengen waren heute aber nicht feststellbar.

Weiterhin können wir bereits jetzt mitteilen, dass dieses Jahr ein Einsatzrekordjahr für die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute wird.

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