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PETA erstattet Strafanzeige gegen Brieftauben-Reisevereinigung Völklingen

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Völklingen / Saarbrücken / Stuttgart, 13. September 2018 – Von April bis September müssen jedes Wochenende tausende Tauben bei Wettflügen weite Strecken quer durch Deutschland oder von Nachbarstaaten aus zu ihren Heimatschlägen zurücklegen. Viele Tiere kommen jedoch nie am Ziel an – so im vergangenen Jahr auch mindestens 602 Tauben der„Reisetaubenvereinigung Völklingen e.V.“, womit die Verlustrate 60 Prozent betrug. Ende August erstattete PETA bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken Strafanzeige gegen alle Verantwortlichen des Vereins. Die Tierrechtsorganisation wirft den Angezeigten vor, im Zuge der Wettveranstaltungen in der Saison von April/Mai bis Ende Juli 2017 Wirbeltiere getötet und ihnen länger anhaltende, sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zugefügt zu haben.

„Die Verantwortlichen nehmen billigend in Kauf, dass sehr viele Tauben sterben – Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt und muss strafrechtliche Konsequenzen haben“, so Dr. Christian Arleth, Rechtsanwalt bei PETA. „Vögel aus Profitgier und Prestigegründen zu missbrauchen, passt nicht in eine moderne Gesellschaft. Ein Verbot von Taubenwettflügen ist längst überfällig.“

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht da, um uns zu unterhalten oder in irgendeiner anderen Form ausgebeutet zu werden. Die Tierrechtsorganisation zeigte insgesamt 22 deutsche Brieftauben-Reisevereinigungen an und hat den zuständigen Veterinärämtern Abschriften der jeweiligen Strafanzeige zukommen lassen. Den Beteiligten wirft die Organisation vorsätzliche mittäterschaftliche Tierquälerei vor.

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