Start Politik Arbeitskammer fordert dauerhaft finanzierten sozialen Arbeitsmarkt

Arbeitskammer fordert dauerhaft finanzierten sozialen Arbeitsmarkt

Saarländischer Beschäftigungs-Pakt geht in die richtige Richtung.

 

„Wir brauchen einen dauerhaft finanzierten sozialen Arbeitsmarkt, der Langzeitarbeitslose in Beschäftigung bringt und soziale Teilhabe ermöglicht.“ Das erklärt Jörg Caspar, Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer, im Vorfeld des ersten saarländischen Beschäftigungsgipfels, der für Donnerstag geplant ist. Im Rahmen der Veranstaltung soll ein Memorandum für den „Saarländischen Beschäftigungspakt für öffentlich geförderte Beschäftigung und soziale Teilhabe unterzeichnet“ werden. „Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger hat einen Pakt initiiert, der Arbeit finanziert und nicht die Arbeitslosigkeit“, so Caspar weiter.

Auch bundespolitisch werden derzeit die richtigen Weichen gestellt, lobt die Kammer. Die Bundesregierung hat mit dem kürzlich verabschiedeten Teilhabechancengesetz und mit zusätzlich vier Milliarden Euro für die Jobcenter die Grundlagen für den Ausbau der öffentlich geförderten Beschäftigung für Langzeitarbeitslose gelegt. Mit dem sogenannten Passiv-Aktiv-Transfer können zudem zusätzliche Geldmittel, die ein Hartz-IV-Empfänger erhält, für die Finanzierung eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses genutzt werden. „Es ist wichtig, diese neuen Instrumente zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit nun mit Leben zu füllen und den Betroffenen eine existenzsichernde Jobperspektive zu bieten“, erklärt Caspar.

Dabei geht es darum, die oft vielfältigen Probleme von arbeitsmarktfernen Langzeitarbeitslosen und ihren Familien in den Blick zu nehmen und ihre Beschäftigungsfähigkeit mit sozialer Stabilisierung und grundlegender Qualifizierung zu stärken. Die Integration in geförderte Beschäftigung mit sinnvollen Tätigkeiten verbessert auch die soziale Teilhabe und erschließt und entwickelt die Potenziale langzeitarbeitsloser Menschen.