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Das Drama um den Ludwigspark geht weiter

Rohbau Ludwigsparkstadion: Wird man sich an diesen Anblick gewöhnen müssen? CDU und Grüne im Saarbrücker Stadtrat blockieren die Fertigstellung. Foto: UnserLupa

Nachdem die Kostenerhöhung beim Bau des Ludwigsparkstadions nun schon vor einigen Tagen bekannt geworden ist, musste die Absegnung des entsprechenden Wirtschaftsplans, erstellt vom Gebäudemanagementbetrieb GMS der Landeshauptstadt, im Stadtrat bestätigt werden. Dieser ist die Voraussetzung für die Bewilligung eines Sonderkredits, welcher im Innenministerium genehmigt werden muss. Der zuständige Minister Bouillon hat im Vorfeld schon unmissverständlich kommuniziert, dass an dieser Bewilligung nicht zu zweifeln sei, weil niemand an einer weiteren Verzögerung der Baumaßnahmen interessiert sei.

Uwe Conradt

Da hat er offensichtlich die Rechnung ohne seine Parteikollegen von der CDU-Stadtratsfraktion gemacht. Diese, geführt durch den Oberbürgermeisterkandidaten Uwe Conradt, stimmte gestern abend gemeinsam mit den Grünen gegen den Wirtschaftsplan, weshalb es zu einem Patt kam und somit nicht zur Beschlussfassung. Damit droht erneut eine Verzögerung im Baufortschritt, auch wenn Oberbürgermeisterin Charlotte Britz darauf hinwies, dass die „nächsten drei geplanten Ausschreibungen“ nicht gefährdet seien.

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. In den FCS-Foren wurden hitzige Debatten geführt und schwere Anschuldigungen gegen die CDU laut: „Die CDU will ins Rathaus und der FCS ist der Spielball.“ So formulierte es ein Anhänger in www.ludwigspark.de. Das dürfte der Eindruck sein, den die meisten Bürgerinnen und Bürger von diesem Manöver haben, unabhängig von der Parteizugehörigkeit und Affinität zum 1. FC Saarbrücken.

Denn: Der Weiterbau des Stadions ist alternativlos. Ein Stopp würde die Kosten weiter erhöhen. Wir haben bei den Grünen und der CDU-Fraktion nachgefragt, weshalb sie gegen den Wirtschaftsplan gestimmt haben und werden so bald wie möglich darüber berichten.