Start Wirtschaft Inflationsrate im Saarland ging im Januar 2019 auf 1,4 Prozent zurück

Inflationsrate im Saarland ging im Januar 2019 auf 1,4 Prozent zurück

Die Inflationsrate im Saarland ist im Januar 2019 auf einen Wert von 1,4 Prozent zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Amtes Saarland lag der vergleichbare Wert im Dezember letzten Jahres noch bei 1,8 Prozent. Binnen Monatsfrist sind die Konsumentenpreise an der Saar um durchschnittlich 0,9 Prozent zurückgegangen. Der auf der neuen Basis 2015 = 100 ermittelte Verbraucherpreisindex erreichte im Januar einen Wert von 103,2.

Der Anstieg der Verbraucherpreise binnen Jahresfrist ist vor allem durch Verteuerungen im Bereich der Haushaltsenergie bedingt. So stiegen die Preise für Heizöl um 13,1 Prozent und für Fernwärme um 10,2 Prozent. Deutlich moderater wurden die Gaspreise angepasst (+1,3 %), wohingegen die Strompreise unverändert blieben. Dagegen lag das Preisniveau an den Tankstellen im Januar bereits wieder um 1,5 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Im Vormonatsvergleich gab es teilweise deutliche Entlastungen für die saarländischen Haushalte. Neben Preisrückgängen beim Heizöl (- 3,5 %) und bei den Kraftstoffen (- 10,2 %) waren im Bereich Bekleidung und Schuhe (- 4,1 %) bereits spürbare Preisnachlässe zu verzeichnen. Pauschalreisen (- 24,6 %) wurden saisonal bedingt um fast ein Viertel günstiger angeboten als im Dezember. Die Preise für Fernwärme stiegen im Saarland allerdings um durchschnittlich 5,5 Prozent an.

Neues Basisjahr 2015 = 100
Der Verbraucherpreisindex wird in regelmäßigen Abständen auf ein neues Basisjahr umgestellt und überarbeitet. Mit dem Berichtsmonat Januar 2019 erfolgte die Umstellung von der Basis 2010 auf das Basisjahr 2015. Dabei wurden die VPI-Ergebnisse auch für den kompletten Revisionszeitraum von Januar 2015 bis Dezember 2018 neu berechnet. Im Mittelpunkt der Überarbeitung stand die Aktualisierung des Wägungsschemas, das für eine adäquate Berücksichtigung der einzelnen Waren und Dienstleistungen gemäß ihrer Ausgabenanteile an den gesamten Konsumausgaben der privaten Haushalte im Verbraucherpreisindex sorgt. Darüber hinaus gab es einige methodische Änderungen, die zu einer Verbesserung der Repräsentativität der Ergebnisse etwa im Bereich der Wohnungsmieten oder bei den Pauschalreisen geführt haben.