Start Politik Saar-Grüne fordern die Bankbetreuung im ländlichen Raum zu sichern

Saar-Grüne fordern die Bankbetreuung im ländlichen Raum zu sichern

Foto: BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN

Volksbanken und Sparkassen sollen weiter in der Fläche Präsenz zeigen

Die saarländischen Grünen haben Volksbanken und Sparkassen aufgefordert, die stationäre Bankbetreuung auch außerhalb des Internets gerade in ländlichen Räumen sicherzustellen. Hintergrund ist die deutliche Reduktion des Filialnetzes in der Fläche. Der SR meldet, dass in den letzten elf Jahren die Zahl der Sparkassen um 23 Prozent und die der Volksbanken um 38 Prozent gesunken ist. Für viele ältere Menschen bedeute dies aber eine erhebliche Einschränkung. Der Rückzug von Bankfilialen aus Dörfern sorge zudem dafür, dass ländliche Räume oft als unattraktiv empfunden werden. Insbesondere Sparkassen, die sich in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft befinden aber auch die Volksbanken als Genossenschaftsbanken hätten da eine besondere Verantwortung für die Sicherstellung der Versorgung im ländlichen Raum.

Grünen-Landeschef Markus Tressel sagte dazu: „Die Digitalisierung und die Kostenersparnis können nicht als Begründung dafür herhalten, dass sich die Sparkassen mit ihrer besonderen Verantwortung aus der Fläche zurückziehen. Das Sparkassengesetz sieht ja nicht umsonst vor, dass die Institute die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungsschichten und der Wirtschaft, mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen haben und dass die Sparkassen mit ihrer Aufgabenerfüllung dem Gemeinwohl dienen. Ähnliches sollte vom Selbstverständnis her auch für die Genossenschaftsbanken gelten. Insbesondere viele ältere Menschen werden da von Bankdienstleistungen regelrecht abgeschnitten. Denen hilft man mit einer App meist wenig.“

Tressel fordert von den Sparkassen und Volksbanken nicht nur ein Bekenntnis zur Präsenz in der Fläche, sondern auch Innovationsbereitschaft jenseits der digitalen Angebote: „Wenn sich die Banken schon zurückziehen, muss es mindestens ein temporäres stationäres Angebot an zwei oder drei Tagen vor Ort geben, z.B. in Form eines Bankbusses mit regelmäßigen Sprechzeiten. Denkbar wäre auch die Kombinutzung von Räumlichkeiten, die dann temporär genutzt werden könnten.“ Eine Bank vor Ort oder wenigstens ein temporäres Angebot sei ein wichtiges Attraktivitätsmerkmal für Kommunen. Wenn nach den Schulen nun auch die Bank aus dem Ort verschwinde, sei das nicht nur für viele Menschen sondern auch für viele Ort ein großes Problem.