Start Kultur Erich Kipper und das männliche Schmerzempfinden

Erich Kipper und das männliche Schmerzempfinden

Kaffeehaus-Poet Erich Kipper

UNSER KLEINER FREITAGS – BLAUSCH

GESCHIEHT NOCH IM BAKTERIEN – RAUSCH,

DER HUSTEN HAT SICH NICHT GESETZT,

ER NOCH DURCH DIE BRONCHIEN HETZT,

IHM GEFÄLLT WOHL MEINE LUNGE

AUF DIREKTEM WEG ZUR ZUNGE,

ER LÄUFT VON MEINEM ZUNGENBEIN

ZU OFT IN MEINEN HALS HINEIN.

AUF ‚ LAUFEN ‚ KANN ICH NICHT BESTEHEN,

NENNT MAN ES EHER : BLASEN – WEHEN ⁉

AM KEHLKOPF SCHEINT EIN MIKRO DRAN,

WAS AB UND ZU MAN HÖREN KANN.

BEIM ATMEN WERD‘ ICH AUSGEPFIFFEN,

ALS WÜRD‘ DIE BRONCHIE NEU GESCHLIFFEN,

DAZU DRÜCKT’S BAUCHWÄRTS UND IM RÜCKEN,

IM LIEGEN, SITZEN UND IM BÜCKEN

UND NACH ALTEM ‚ GRIPPEN – BRAUCH ‚

KREUCHT ‚ ÜBLES ‚ DURCH DES DARMES SCHLAUCH⁉

ICH ZÜNDE SCHON DIE ‚ TRAUER – KERZEN ‚,

IN ANBETRACHT DER GROßEN SCHMERZEN.

ICH HABE FÜR MEIN LETZTES GELD

‚ NE TRAUERMESSE SCHON BESTELLT.

MAN BETET DORT DEN ROSENKRANZ

MIT SCHMERZVERZERRTER RELEVANZ.

DAS GANZE BRINGT ‚ NE FRAU ZUM LACHEN,

SIE WÜRDE NIE SO‘ N AUFWAND MACHEN,

EIN PAAR SCHMERZEN, DANN UND WANN,

SORRY, DOCH ICH BIN EIN MANN‼