Start Panorama Katharina Wackernagels erster Regiefilm im Kino 8 1/2

Katharina Wackernagels erster Regiefilm im Kino 8 1/2

v.l.: Eva Weinkauff und Katharina Wackernagel (Foto: Lothar Ranta)

„Wenn Fliegen träumen“

Das Saarbrücker Programmkino 8 1/2 im Nauwieser Viertel ist immer für eine Überraschung gut.

Jetzt kam die bekannte Schauspielerin, Katharina Wackernagel, nach Saarbrücken, um ihren ersten selbstgedrehten Film zu zeigen. Ihr Bruder Jonas Grosch, von Beruf Drehbuchautor und Regisseur, kam natürlich mit. Sie machen vieles gemeinsam auch in ihrer WG. Dass Beide mit dem Film zu tun haben ist auch kein Zufall. Sie sind in einer Schauspielerfamilie groß geworden. Inzwischen in dritter Generation.

Im gut besuchten Kinosaal berichteten Beide über die Entstehung und Besonderheiten ihres Films “Wenn Fliegen träumen“. Das Drehbuch schrieb natürlich Jonas Grosch für seine Schwester Katharina; ihr erstes Regiedebüt. Sie berichteten abwechselnd von Schwierigkeiten und Erfolgserlebnisse bei den Drehtagen. Sie mussten die ganze Ausstattung und das Filmteam mit nach Norwegen mitnehmen. Ihre abwechselnde natürliche und lockere Vortragsart kam bei den Zuschauern gut an.

Katharina Wackernagel hat diesen Indie-Kinofilm selbst finanziert und hofft natürlich, dass die Kinoeinnahmen in etwa die Produktionskosten einspielen werden. Vielleicht interessiert sich ein Fernsehsender dafür. Zu wünschen wär es ihr. 

Die bekannte Schauspielerin, seit 1997 im Filmgeschäft tätig, ist besonders bei den vielen Krimiliebhaber bekannt. Sie hat fast in allen deutschen Krimis in verschiedenen Rollen mitgespielt. Aber für noch mehr Zuschauern war sie noch in Erinnerung an dem vor kurzem gezeigten zweiteiligen Fernsehfilms “Aenne Burda – Die Wirtschaftswunderfrau-“. Diese Rolle war sicher eine ihrer größten Erfolge im Deutschen Fernsehen. Bisher stand sie als Schauspielerin immer vor der Kamera und bei diesem Film das erste Mal hinter der Kamera. Sie behandelte die Schauspieler individueller als ein Regisseur und versucht auf jeden Schauspieler einzeln einzugehen, was nicht immer leicht ist.

Das Roadmovie ist ein Film, in dem man nur mit dem Auto unterwegs ist. Zwei ungleiche Halbschwestern haben von ihrem verstorbenen Vater ein Haus in Norwegen und ein kleines Feuerwehrauto geerbt. Nach langen Überlegungen entschließen sie sich dann doch mit diesem altersschwachen Auto über Schweden nach Norwegen zu ihrem Haus zufahren. Auf dieser langen Fahrt mit herrlichen Naturlandschaften, entstanden schon kuriose Szenen zwischen den Geschwistern. Als sie dann noch einen extravaganten aber liebenswerten Anhalter mitnehmen, wird natürlich alles noch komplizierter. Das Ziel war ein verlassener und zugeschneiter Campingplatz. Dort stand allein das Haus des verstorbenen Vater, den sie kaum kannten. Die zwei Frauen fanden zum Schluss zusammen und es war für beide eine gute Entscheidung ihr Erbe angenommen zu haben.

Im Anschluss gab es einen kleinen Umtrunk und man konnte mit beiden Prominenten in der Menge ungezwungen unterhalten. Natürlich wurde Katharina Wackernagel auch nach der ehemaligen saarländischen Politikerin Barbara Wackernagel-Jakobs, die auch Filmproduzentin ist, gefragt. Nein, Katharina Wackernagel hat noch nichts von ihr gehört, wird aber mal im Internet nach sehen. Eine Zuschauerin erzählte ihr, dass sie Aenne Burda noch persönlich in Berlin kennen gelernt hatte.

Man konnte sehen, dass sich Katharina Wackernagel und Jonas Grosch offensichtlich in engen Kontakt mit den Zuschauern wohlfühlten.

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