Start Panorama Saarländischer Verdienstorden für Prof. Dr. Inge Weber

Saarländischer Verdienstorden für Prof. Dr. Inge Weber

„Prof. Dr. Inge Weber prägte die Saarländische Kunstförderung auf ihre ganz besondere Weise. Viele Jahre investierte sie mit brennendem Enthusiasmus in die ehrenamtliche Arbeit um die Saarländische Kunst und Kultur und gilt mit Recht als Botschafterin der Saarländischen Künste – auch über die Landesgrenzen hinaus“, sagte Ministerpräsident Hans, der den saarländischen Verdienstorden an diesem Tag zum ersten Mal aushändigte. „Ehrenamt bedeutet auch oftmals, die eigenen Interessen zurückzustellen. Frau Prof. Dr. Inge Weber und ihr Wirken sind bis heute ein vorbildliches Beispiel für herausragendes Engagement im Saarland. Diesen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag möchten wir heute öffentlich würdigen, denn es ist nicht zuletzt das Ehrenamt, welches unser Land und unsere Gesellschaft zusammenhält und weiterbringt.“

Prof. Dr. Inge Weber ist insbesondere im Bereich der Kunstvermittlung aktiv. 

Nach dem Abitur am Mädchengymnasium in Neunkirchen studierte die in Birkenfeld geborene Inge Weber Medizin an den Universitäten Saarbrücken und Würzburg. 1970 approbierte sie als Ärztin und promovierte im Jahr 1975 zum Doktor der Medizin. Prof. Dr. Inge Weber war in vielen saarländischen Kliniken tätig, unter anderem seit 1975 als leitende Oberärztin in den Bliestal-Kliniken. 

Weber war bereits früh sehr engagiert in der saarländischen Kulturpflege, insbesondere im Bereich der Bildenden Künste. Sie war Mitgründerin der Gesellschaft zur Förderung des Saarländischen Kulturbesitzes e.V. (GSFK). Seit der Gründung 1989 bekleidete sie das Amt der Generalsekretärin, bis sie 2008 zu dessen Präsidentin gewählt wurde. 2012 und 2015 wurde sie in diesem Amt bestätigt. In dieser Tätigkeit setzte sie sich insbesondere für den Erwerb von Kunstwerken sowie die Museumspädagogik und die Öffentlichkeitsarbeit ein. 

Durch ihr Engagement in dieser Stiftung begründet ist sie zudem seit 1996 Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz (SSK). Im Jahr 2003 erhielt sie die Berufung zum Mitglied des Beirates, von welchem sie zur Beiratsvorsitzenden gewählt wurde. In den Jahren 2008 und 2014 wurde sie erneut wiederberufen. In dieser Funktion zeigte Prof. Dr. Weber Wege auf, mit neuen Strukturen der Stiftung und deren Einrichtungen deren Effizienz und Attraktivität zu steigern.

Darüber hinaus unterstützt Prof. Dr. Weber seit 1992 auch die Albert-Weisgerber-Stiftung und die Arbeit der gleichnamigen Museen in St. Ingbert sowie die Vereinigung der Freunde der Universität des Saarlandes e. V., zu deren Mitgliedern sie von 1994 bis 2014 zählte. Seit 1996 ist sie zudem Mitglied im Projekt-Beirat der Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT. 

Als Vertreterin der Persönlichkeiten des kulturellen Lebens ist Frau Prof. Dr. Inge Weber auch zwischen 2000 und 2007 Mitglied des Programmbeirates des Saarländischen Rundfunks. 

Ihr Engagement im Kunstbereich reicht auch aus dem Saarland hinaus: Seit 2003 ist sie Mitglied im Freundeskreis Kulturstiftung der Länder e.V. sowie von 2004 bis 2009 Mitglied des Stiftungsrates Stadtmuseum Berlin. 

Im Zusammenhang mit dem Kulturhauptstadtjahr 2007 „Luxemburg und die Großregion“ war Frau Prof. Dr. Inge Weber zudem vom Kulturminister des Saarlandes beauftragt, das Kulturmarketing sowie die Kommunikation der Projekte der SSK zu übernehmen. Seit 2009 ist sie zudem Mitglied des Verwaltungsrates der Association des Museés de la Grande Région (A.M.G.R.). 

Über den Kunstbereich hinaus ist Weber zudem seit 2001 Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e. V. (Stiftung ME Saar). Ihre Wiederwahl fand sowohl 2006, wie auch 2009, 2013 und 2017 statt. 

Im Jahr 2004 wurde Prof. Dr. Inge Weber der Professorentitel ehrenhalber durch den damals amtierenden Ministerpräsidenten Peter Müller verliehen. 

Der Saarländische Verdienstorden wird als Orden 1. Klasse zur Anerkennung besonderer Verdienste um das Saarland durch den Ministerpräsidenten/die Ministerpräsidentin verliehen. Erstmals wurde er am 25. März 1975 überreicht.