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Friedrichsthaler Frauen sammeln für Kenia

V.l.n.r.: Margit Bungert, Karina Graf, Gudrun Urig, Maya Theobald, Andrea Urig

Das Regenwetter am Sonntag konnte Gudrun Urig und ihren Unterstützern nicht die Laune verderben, denn trotz der widrigen Umstände kamen sehr viele Leute zu ihrem Flohmarkt und Kuchenverkauf ins Thaler Eck nach Friedrichsthal. Das ist kein Zufall, denn erstens ist Gudrun Urig im Ort bekannt und beliebt und zweitens wissen die Menschen, wohin das Geld geht, das hier gesammelt wird.

„Wir sind Weltreisende“ erzählt Gudrun Urig gut gelaunt. „Überall waren wir schon.“ Vor 13 Jahren beschloss ihr Mann, dass er in Sachen Reisen etwas kürzer treten wolle und so fuhr sie mit einer guten Freundin durch die Welt. In Kenia bekamen die Frauen Kontakt zur Bevölkerung und waren restlos begeistert von der Freundlichkeit und dem Wesen dieses Menschenschlags. Das war in Mombasa, einer Küstenstadt, die bekannt ist als Reiseziel. Doch hinter den schönen Fassaden herrscht bittere Armut.

Wegen des Regenwetters musste der Flohmarkt in den Räumen des Thaler Ecks in der Saarbrücker Straße stattfinden.

„Die Kinder dort unten wollen keine T-Shirts, sondern etwas zu Essen“ merkte sie schnell und so kam es dazu, dass sich die beiden Frauen dazu entschlossen, auf ihre ganz eigene, private Art und Weise den Kindern zu helfen. Das war vor 13 Jahren. Vor drei Jahren verstarb ihre Freundin Karin, doch Gudrun Urig blieb dabei, machte so gar verstärkt weiter.

Auch Frank und Nicole Gießelmann unterstützen die Keniahilfe von Gudrun und Andrea Urig (links).

Ihren Sohn und ihre Schwiegertochter konnte sie während einer Reise nicht nur von der Schönheit des Landes begeistern, sondern auch dazu animieren, ihre Aktivitäten zu unterstützen. Wenn Urigs nach Kenia fliegen, dann wählen sie die Ethiopian Airlines, weil diese Fluggesellschaft es erlaubt, 40 anstatt der üblichen 30 Kilogramm Gepäck mitzunehmen. Ihre Schwiegertochter Andrea packt die Geschenke, Schuhe, Schulbedarf, Kleidung immer pass- und gewichtsgenau in entsprechende Säcke. Sie konnte auch ihre Mutter und ihre Schwester von der guten Tat begeistern. So ist es also ein reines Frauenteam, das nun die Friedrichsthaler Hilfe für Kenia organisiert.

Sie stehen nicht alleine, wie auch am Sonntag festzustellen war. Einige Unternehmen aus der Umgebung helfen gerne. So steuerte Nicole Gießelmann vom Modeshop hecha zwei Kleider bei, ein Geschäftsmann aus Altenwald spendete neue Schuhe. Die Solidarität der Friedrichsthaler erinnert ein wenig an den Deutsch-Rumänischen Freundschaftskreis, ohne dazu in Konkurrenz zu treten. Im Gegenteil: Die Verbindung zu dem Schuhspender stellte Willi Gehring, der Vorsitzende des DRFK, selbst her.

Am 23. Oktober geht es nun wieder nach Mombasa. Es wird Gudrun Urigs 22. Flug dorthin werden. Natürlich würde sie sich freuen, wenn sie noch mehr Spenden mitnehmen könnte, um die Not der Ärmsten etwas zu lindern. Wer gerne helfen möchte, der kann sich gerne mit Gudrun Urig in Friedrichsthal in Verbindung setzen (E-Mail: gudrun-vinaros@t-online.de ).

Eindrücke aus Kenia und der Hilfe des Teams um Gudrun Urig: