Start Regionalliga Südwest TSV Steinbach Haiger: Interview mit Matthias Georg

TSV Steinbach Haiger: Interview mit Matthias Georg

Matthias Georg (Foto: TSV Steinbach Haiger)

Matthias, das Transferfenster ist geschlossen, die Mannschaft mit 22 Punkten aus neun Spielen top gestartet. Ist das jetzt die Zeit, in der sich der Sportliche Leiter auch mal zurücklehnt?

Zurücklehnen kannst Du dich in diesem Geschäft nur rund um Weihnachten ein paar Tage. Fakt ist aber: Der Sommer war mit dem großen personellen Umbruch sehr arbeitsintensiv und ich bin sehr glücklich darüber, dass unsere Ideen und Vorstellungen bisher voll aufgegangen sind und wir die Region begeistern können. Ich freue mich nun darauf, Anfang Oktober 10 Tage mit meiner Familie auf Sizilien zu verbringen. Vorher stehen aber noch zwei extrem schwere Spiele an. Und schon jetzt geht der Blick auf den Sommer 2020 und mögliche Neuverpflichtungen.

Hand aufs Herz: Mit so einem Saisonstart war nicht zu rechnen, oder?

Nein, ganz gewiss nicht. Wir wollten bewusst viele junge, entwicklungsfähige Spieler holen – und zudem einen neuen Trainer, der selbst eine eigene Vorstellung von Fußball hat. Wir haben damit gerechnet, dass es eine schwierige Saison wird, in der nicht alles von Anfang an funktioniert. Dass nun ein Rädchen ins andere greift, ist ein Verdienst des gesamten Trainer- und Funktionsteams. Alle arbeiten auf einem sehr hohen Level. Von den  Physiotherapeuten über die Platzwarte und die gesamte Geschäftsstelle bis hin zur Mannschaft.

Welche Aussagekraft hat die Tabelle am neunten Spieltag?

Die Aussagekraft ist noch recht begrenzt. Sichtbar wird natürlich, dass der 1. FC Saarbrücken der absolute Top-Favorit ist und dass die SV Elversberg ebenfalls über eine bärenstarke Mannschaft verfügt. Die Liga ist insgesamt sehr ausgeglichen, das zeigt das Abschneiden von Bayern Alzenau und Astoria Walldorf. Jedes Spiel ist extrem umkämpft und auf Messers Schneide. Das sieht man ja schon an den Ergebnissen unseres TSV. Wir sollten den Ball daher flach halten und uns über das freuen, was uns die Mannschaft derzeit bietet.

Was macht den TSV derzeit so stark?

Wir verfügen über eine sehr kompakte Defensive, die bei uns jedoch schon vorne beim Anlaufverhalten beginnt. Trumpf ist jedoch ganz klar die Geschlossenheit. Wir haben ein echtes Team, in der jeder für den anderen kämpft und jeder dem anderen etwas gönnt. Wenn man beispielsweise sieht, wie sich Nico Herzig oder Raphael Koczor zuletzt in den Dienst der Mannschaft gestellt haben, dann zeigt das unseren Teamgeist und den Fokus jedes Einzelnen für den Erfolg der Mannschaft.  Zudem ist die Truppe topfit und kann bis zum Schlusspfiff marschieren.

In welchen Bereichen muss sich das Team noch verbessern?

Bei 22 Punkten aus 9 Spielen arbeitet die Mannschaft am absoluten Maximum. Entscheidend wird sein, auch mit Rückschlägen, die ganz sicher in der Zukunft kommen werden, gelassen und konzentriert umzugehen. Wir sind keine Übermannschaft und können keinen Gegner an die Wand spielen. Wenn die Jungs demütig und hungrig bleiben und darüber hinaus noch etwas kaltschnäuziger vor dem gegnerischen Tor auftreten, können wir bis zur Winterpause den Anschluss an die vorderen Plätze halten.

Am Samstag steht eine ganz schwierige Aufgabe für den TSV auf dem Programm. Es geht zur SV Elversberg. Was erwartest Du dort?

Die SVE hat in meinen Augen die spielstärkste Mannschaft der Liga und wird uns alles abverlangen. Wir brauchen dort eine absolute TOP-Leistung, um etwas mitnehmen zu können. Adrian Alipour wird die Mannschaft jedoch hervorragend einstellen und unser Ziel muss es sein, den Abstand auf Elversberg zu wahren. Unser Team wird mit viel Selbstvertrauen und Kampfeslust in die Partie gehen.