Linksfraktion fordert Reduzierung der Übungsflüge für Militärjets

Barbara Spaniol und Ralf Georgi: Nach Kampfjet-Absturz: Weniger militärische Übungsflüge über der Region! Linksfraktion setzt Thema auf die Tagesordnung des Innenausschusses

Nach dem Absturz eines US-Kampfjets nahe Trier fordert DIE LINKE im Saarländischen Landtag erneut deutlich weniger militärische Übungsflüge über der Region. Die Landesregierung soll im Innenausschuss daher nun über entsprechende Gespräche mit dem Verteidigungsministerium, Maßnahmen und Fortschritte berichten. „Kampfjet-Übungen in diesem Ausmaß über dichtbesiedeltem Gebiet wie in unserer Region sind unverantwortlich“ erklärt die Homburger Abgeordnete Barbara Spaniol. „Offenbar war der Unglücksjet kurz vor dem Absturz noch über dem Saarland unterwegs, so wie andere Flugzeuge des Verbandes, es hätte also auch uns hier treffen können. Dass der Luftraum über dem Saarland ganz besonders durch militärische Übungsflieger belastet wird, ist kein Naturgesetz, sondern liegt auch daran, dass die saarländische Landesregierung offenbar kaum nennenswerten Einfluss auf die Bundesregierung hat, obwohl drei Bundesminister aus dem Saarland stammen. Die saarländische Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist jetzt besonders in der Verantwortung. Sie muss für eine spürbare Senkung der Lärmbelastung und Gefahren durch Übungsflüge über dem Saarland und eine gleichmäßige Verteilung der Flüge über dem Bundesgebiet sorgen.“

„Die Menschen im Nordsaarland, im Raum Ottweiler und in Homburg sind es leid, als Spielwiese der Militärflieger dienen zu müssen, mit allem Lärm und den Gefahren eines Absturzes, die dazu gehören“, ergänzt der Ottweiler Innenpolitiker Ralf Georgi. „Und leider besteht die Gefahr eines Absturzes ja auch für Flugzeuge, die aus unserer Region die Kriege der USA aktiv unterstützen. Man kann nicht gleichzeitig Fluglärm aus militärischen Übungsflügen kritisieren und von den Kriegen und der Aufrüstung schweigen. Es wird höchste Zeit für Abrüstung und eine Rückkehr zu friedlicher Außenpolitik, auch im Interesse der Menschen in unserer Region.“

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