Franz Lehárs „Lustige Witwe“ ab Samstag im Saarländischen Staatstheater

»Lustig« und »Witwe«: das sind zwei Schlagworte, die man wohl eher selten miteinander in Verbindung bringt. Aber in der Operette ist eben alles ein bisschen anders: Da gehen Tragik und Melancholie Hand in Hand mit Humor und Heiterkeit – Franz Lehárs »Lustige Witwe« ist dafür wohl der beste Beweis. 
Und Hand aufs Herz: Hanna Glawari, die titelgebende »Lustige Witwe«, hatte auch nicht wirklich viel Zeit, sich an ihren (überaus vermögenden) Gatten zu gewöhnen – der nämlich hat nach gerade einmal acht Tagen ganz plötzlich das Zeitliche gesegnet. Vielmehr trauert Hanna ihrer verflossenen Jugendliebe, dem Lebemann und Genussmenschen Graf Danilo, hinterher. Und der tröstet sich mit Grisetten über den Kummer hinweg, seine große Liebe Hanna aus Standesgründen nicht geheiratet zu haben. en, ist eine Fahrt auf der Gefühlsachterbahn vorprogrammiert. Dass Hanna als reiche Witwe von sämtlichen Männern umschwärmt und begehrt wird, macht die Sache natürlich nicht einfacher. Und so braucht es (wie manchmal auch im wahren Leben), jede Menge Champagner, Tanz, Musik und eine List, bevor ein Happy End für alle in Sicht ist …
»Die lustige Witwe« ist einer der Operettenklassiker schlechthin: Allein bis zu Lehárs Tod 1948 wurde das Stück über 300.000-mal gespielt und gleich mehrfach verfilmt. Regisseur Aron Stiehl, der das Saarbrücker Publikum bereits in der letzten Saison mit seiner bewegenden Inszenierung von Erich Wolfgang Korngolds »Die tote Stadt« begeisterte, setzt das Werk nun fürs Saarländische Staatstheater in Szene: mit viel Witz und Charme, aber auch mit dem nötigen Tiefgang und Ernsthaftigkeit. Mit Yoel Gamzou, in dessen Händen die musikalische Leitung der Produktion liegt, hat er damit einen Verbündeten an seiner Seite: »Man darf die ‚Lustige Witwe‘ nicht vulgär oder kitschig machen«, so der junge Dirigent. »Operette ist Zärtlichkeit. Sehnsucht nach Heimat, nach Liebe (…) es kommt darauf an, der Fragilität der Musik nachzuspüren, ihre Finesse und Elastizität zu finden.«
Ab Samstag, 26. Oktober 2019 ist die »Lustige Witwe« auf der großen Bühne des Saarländischen Staatstheaters zu sehen: Ein Muss, nicht nur für Fans der (vermeintlich) leichten Muse. Also: Auf die Plätze, fertig, los – Operette sich, wer kann!

Musikalische Leitung Yoel Gamzou/Justus Thorau
Inszenierung Aron Stiehl
Bühnenbild Nicola Reichert 
Kostüme Franziska Jacobsen 
Choreographie Sabine Arthold 
Lichtdesign André Fischer
Dramaturgie Frederike Krüger 
Choreinstudierung Jaume Miranda

Mit Markus Jaursch (Baron Mirko Zeta), Marie Smolka (Valencienne), Stefan Röttig/Marek Reichert (Graf Danilo Danilowitsch), Pauliina Linnosaari/Valda Wilson (Hanna Glawari), Angelos Samartzis/Sung Min Song (Camille de Rosillon), Algirdas Drevinskas (Raoul de Saint-Brioche), Salomón Zulic del Canto (Vicomte Cascada), Gregor Trakis (Njegus) sowie Yvonne Braschke, Daniela Lehner, Jennifer Mai, Selly Meier, Chadi Yakoub, Frank Wöhrmann; Saarländisches Staatsorchester; Opernchor des Saarländischen Staatstheaters; Statisterie 

Premiere
Samstag, 26. Oktober 2019, 19:30 Uhr | Großes Haus

Weitere Vorstellungen

Donnerstag, 31. Oktober 2019, 19:30 Uhr
Samstag, 9. November 2019, 19:30 Uhr
Freitag, 22. November 2019, 19:30 Uhr
Dienstag, 17. Dezember 2019, 19:30 Uhr
Sonntag, 22. Dezember 2019, 18:00 Uhr
Dienstag, 31. Dezember 2019, 15:00 Uhr und 19:30 Uhr
Sonntag, 19. Januar 2020, 18:00 Uhr
Sonntag, 26. Januar 2020, 14:30 Uhr
Freitag, 31. Januar 2020, 19:30 Uhr
Dienstag, 25. Februar 2020, 19:30 Uhr
Freitag, 28. Februar 2020, 19:30 Uhr
Freitag, 3. April 2020, 19:30 Uhr
Donnerstag, 14. Mai 2020, 19:30 Uhr
Mittwoch, 20. Mai 2020, 19:30 Uhr
Freitag, 5. Juni 2020, 19:30 Uhr

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