Saarland weiterhin Spitzenreiter bei der Wohneigentumsquote

Fast zwei Drittel aller Haushalte leben in den eigenen vier Wänden

Im Jahr 2018 gab es im Saarland 439 000 bewohnte Wohnungen in Wohngebäuden (ohne Wohnheime). Rund 284 000 Wohnungen wurden von ihren Eigentümer*innen bewohnt, bei den übrigen 155 000 Wohnungen handelte es sich um Mietwohnungen. Mit knapp 65 Prozent liegt die Wohneigentumsquote damit im Saarland weiterhin deutlich an der Spitze aller Bundesländer.

Dies sind aktuelle Ergebnisse des Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung (bzw. bei circa 5 000 Haushalten im Saarland). Die Wohneigentumsquote liegt in den anderen Bundesländern in einer großen Spannweite zwischen 17,4 Prozent (Berlin) und 58 Prozent (Rheinland-Pfalz); der Bundesdurchschnitt beträgt 46,5 Prozent. Gegenüber dem letzten Stand 2014 ist die saarländische Wohneigentumsquote um 2 Prozentpunkte gestiegen.

77 Prozent der im Saarland von Eigentümern bewohnten Wohnungen waren Einfamilienhäuser. Hierzu zählen freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser. Wohnungen in Mehrfamilienhäusern hatten dementsprechend einen Anteil von 23 Prozent. Demgegenüber handelt es sich beim überwiegenden Teil der Mietimmobilien um Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (78 %), nur 22 Prozent waren Einfamilienhäuser.

Pro Person betrachtet, stand jedem saarländischen Einwohner 2018 eine Wohnfläche von durchschnittlich 53,5 Quadratmetern zur Verfügung. Damit hält das Saarland auch bei dieser Auswertung den Spitzenplatz im bundesweiten Ländervergleich inne. Bei diesem Merkmal variieren die Werte der anderen Bundesländer von 39,1 (Berlin) bis zu 49,8 (Rheinland-Pfalz) Quadratmetern.

Fragen zum Wohnraum der Bevölkerung werden im Mikrozensus alle vier Jahre erhoben. Diese repräsentativen Ergebnisse der amtlichen Statistik widerlegen die Resultate der Studie eines Wirtschaftsinstitutes, das kürzlich von einer deutlich sinkenden Wohneigentumsquote im Saarland berichtet hatte. Dies unterstreicht einmal mehr die Bedeutung und den Wert der amtlichen Statistik als Lieferant neutraler, objektiver und fachlich fundierter Zahlen. Amtliche Statistiken sollten dementsprechend auch weiterhin als Basis für demokratische, faktenbasierte Entscheidungsprozesse genutzt werden.

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