Start FCS FCS gewinnt das Saarderby mit 2:1

FCS gewinnt das Saarderby mit 2:1

Es war ein enges Spiel, das Saarderby zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem FC 08 Homburg. In der Summe der Chancen wäre ein Unentschieden wahrscheinlich das gerechtere Ergebnis gewesen, doch ein Foul im Strafraum brachte in letzter Minute den Sieg für den FCS.

Dirk Lottner musste nach dem Kartenfestival in Elversberg umstellen, denn für seine linke Seite stand kein Stammspieler mehr zur Verfügung, so dass sich das Trainerteam etwas einfallen lassen musste. Das Ergebnis dieser Überlegungen offenbarte sich erst als die Spieler ihre Position auf dem Platz einnahmen, denn nicht nur unsere Redaktion hatte Jayson Breitenbach auf links gesehen. Der kam allerdings auf der rechten Seite zum Einsatz, während Tobias Jänicke auf links wechselte. Darüber hinaus blieb der wiedergenesene Steven Zellner ebenso auf der Bank wie Markus Mendler und Fabian Eisele, denn heute durfte Kianz Froese auf der 10 starten. Im Sturm begannen Sebastian Jacob (mit Maske wegen eines Nasenbeinbruchs, den er sich im Spiel gegen Elversberg zugezogen hatte) und natürlich Gillian Jurcher. Die Homburger überraschten mit Marcel Carl anstatt Dulleck bzw. Marceta in vorderster Front.

Vom Start an zeigten die Saarbrücker, dass sie die Niederlage aus dem Match gegen die SV Elversberg vergessen machen wollten. Die beiden Außen und der schier nicht stoppbare Mittelfeldmotor Fanol Perdedaj gaben den Takt vor. So ergab sich eine Reihe von Chancen, welche die Homburger jedoch entschärfen konnten. Teilweise allerdings mit Unterstützung des erneut schwachen Schiedsrichtergespanns. Ein Sololauf des agilen Kianz Froese endete beispielsweise unsanft an Kevin Maek. Nach 24. Minute landete schließlich ein missglückter Rettungsversuch von Christopher Theisen auf dem Kopf von Fanol Perdedaj, der nur noch einnicken brauchte. 1:0! In der Folge hätten der FCS erhöhen können, ja müssen, doch Jänicke und Froese vergaben, Jurcher und Breitenbach scheiterten am besten Homburger, David Salfeld.

Nach der Pause zeigte sich ein völlig anderes Spiel: Saarbrücken stand hinten drin, während Homburg auf den Ausgleich drängte. Das gelang auch sehr schnell: In der 48. Minute hatte Abwehrspieler Stefano Maier zeit genug, sich den Ball aus 20 Metern vorzulegen und unhaltbar für Daniel Batz in linke untere Eck einzuschießen.

Danach brachte Jürgen Luginger Patrick Dulleck für den unscheinbaren Marcel Carl und Homburg war deutlich am Drücker. In dieser Phase versuchten die Blau-Schwarzen mit hohen Bällen auf den flinken Gillian Jurcher für Entlastung zu sorgen, doch der war heute bei Kevin Maek in guten Händen. Dirk Lottner musste ebenfalls auswechseln: Jayson Breitenbach und Tobias Jänicke mussten verletzungsbedingt raus, für sie kamen Steven Zellner und Fabian Eisele. Nun rückten Jurcher auf rechts und Froese auf links. In den letzten zehn Minuten drehte sich das Match wieder Richtung FCS. Nach einem Freistoß von Fanol Perdedaj kam der Ball zu Sebastian Jacob, der Fabian Eisele im 16er schickte. Stefano Maier versuchte zu klären, doch er traf nur den Saarbrücker Stürmer – Elfmeter. Sebastian Jacob traf humorlos zum 2:1 und versetzte seine Mannschaft und die Fans in Exstase. Die wäre beinahe noch durch Kevin Maek gestört worden, der unmittelbar vor dem Schlusspfiff nur Millimeter am Saarbrücker Kasten vorbei köpfte.

Fazit: Es war ein typisches Derby zweier Top-Mannschaften der Regionalliga Südwest, das einen Vorgeschmack auf das gab, was am letzten Spieltag der Saison 19/20 auf den FCS zukommen wird. Der Sieg war Millimeterarbeit. Der 1. FC Saarbrücken kann mit einem Fünf-Punkte-Polster in die Rückrunde starten, muss sich aber darauf einstellen, dass sich die Grundsituation nicht ändern wird: Wer patzt, verliert. Die Begegnungen gegen alle Teams unterhalb von Platz vier müssen drei Punkte bringen, sonst wird es am Ende der Saison regelrechte Endspiele geben.