Mehr Sicherheit für Frauen: Landeshauptstadt soll Hilfsprojekt „Luisa ist hier“ umsetzen

Gemeinsame Presseerklärung von CDU, B90/Grüne und FDP im Saarbrücker Stadtrat:

Die Koalitionsfraktionen aus CDU, Grünen und FDP im Saarbrücker Stadtrat setzen sich dafür ein, dass das Frauen-Hilfsangebot des Frauennotrufs Münster „Luisa ist hier“ auch in der Landeshauptstadt Saarbrücken umgesetzt wird. Das Hilfsangebot richtet sich primär an Frauen, die sich auf Partys mit einer unangenehmen Situation konfrontiert sehen. Aber auch Männer können davon Gebrauch machen. Mit der Frage „Ist Luisa hier?“ können sich Betroffene an das Personal des jeweiligen Lokals wenden und erhalten diskret und unmittelbar Hilfe. Die Koalition hält die Umsetzung der Projekts für einen wichtigen Schritt zur Gewaltprävention, insbesondere zur Eindämmung sexualisierter Gewalt gegen und sexueller Belästigung von Frauen.

Mit der Umsetzung des Projekts „Luisa ist hier“ will die Koalition mehr Sicherheit für Frauen schaffen, die in der Stadt ausgehen. Die Idee ist simpel: Sehen sich Frauen, zum Beispiel in einem Club oder einer Bar, einer unangenehmen Situation ausgesetzt oder erfahren sogar eine sexuelle Belästigung, können sie sich diskret mit der Frage ‚Ist Luisa hier‘ an das dortige Personal wenden. Dieses leistet dann unmittelbar Hilfe, ruft beispielsweise die Türsteher, ein Taxi oder zieht die Polizei hinzu. Welches Hilfsangebot die Betroffenen für nötig halten, entscheiden sie alleine.

„Frauen dürfen nicht durch erfahrene sexuelle Belästigung oder Gewalt davon abgehalten werden, auszugehen! Sie sollen durch dann erfahrene wirksame Hilfe vielmehr dazu ermuntert werden, ihre Teilnahme am gesellschaftlichen Leben auch auf Abendveranstaltungen u.ä. einzufordern“, so die CDU-Stadtverordnete Dr. Şirin Özfirat.

„Zum einen sinkt durch diese diskrete Vorgehensweise sicherlich die Hemmschwelle für Frauen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zum anderen geht es insbesondere um Prävention, da durch das unmittelbare Bereitstehen von Hilfe Schlimmeres verhindert werden kann“, erklärt die Stadtverordnete der Grünen, Jeanne Dillschneider.

„An dem Projekt nehmen Clubs, Bars und andere Einrichtungen in 63 Städten bundesweit teil. Saarbrücken soll sich dem anschließen. Daher beauftragen wir die Verwaltung, die Beteiligungsmöglichkeiten der Landeshauptstadt zu prüfen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Dazu könnte eine Informationskampagne für Gastronominnen und Gastronomen zählen, um von der Teilnahme an dem Projekt zu überzeugen. Teilnehmende Betriebe sollen im Anschluss mit bereitgestellten Flyern und Plakaten auf das Hilfsangebot aufmerksam machen. Entscheidend wird ebenfalls sein, dass das Personal geschult wird, um mit einer entsprechenden Notsituation sicher umgehen zu können”, so Dr. Şirin Özfirat und Jeanne Dillschneider abschließend.

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