TSV Steinbach Haiger: Zum Jahresabschluss geht es nach Bayern

Die einzige Liga-Partie, die geografisch im Bundesland Bayern stattfindet, bestreitet Fußball-Regionalligist TSV Steinbach Haiger am 7. Dezember 2019 beim FC Bayern Alzenau. Für die beiden Südwest-Teams ist es gleichbedeutend der letzte Auftritt im Kalenderjahr. Anstoß der Begegnung in der Main-Echo-Arena ist um 14 Uhr.

Die Ausgangslage:

Nach dem 15. Spieltag belegte der TSV Steinbach Haiger den dritten Tabellenplatz, hatte dabei jedoch schon zehn Zähler Rückstand auf den 1.FC Saarbrücken. Vier TSV-Siege später ist das Trio an der Tabellenspitze bis auf vier Punkte zusammengerückt. „Saarbrücken ist für uns abgehakt. Wir sind fokussiert und wollen im letzten Spiel des Jahres erfolgreich sein. Wir wollen versuchen, auch in Alzenau eine solche Einstellung an den Tag zu legen, wie am vergangenen Spieltag. Wenn aber auch nur einer oder zwei Spieler nicht an diese Einstellung herankommen, dann wird es ganz schwer für uns“, sagt TSV-Trainer Adrian Alipour mit Blick auf das Spiel in Alzenau.

Nach überragendem Saisonstart sind die Unterfranken mittlerweile auf den zwölften Rang abgerutscht. Vor allem die Zugänge von Daniel Endres, Serkan Firat, Dren Hodja (alle Kickers Offenbach), Robert Schick (FSV Frankfurt), Dominic Rau (SC Hessen Dreieich), Mahdi Mehnatgir (VfB Ginsheim) und Alieu Sawaneh (TSV Eintracht Stadtallendorf) hatten die Qualität der Aufstiegsmannschaft gesteigert. Nach zwei Spieltagen belegte die verstärkte Truppe sogar den zweiten Tabellenplatz. Zuletzt fiel der FC jedoch im engen Liga-Mittelfeld ab. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung noch auf den FC Gießen und acht Zähler auf den FK Pirmasens. Beide Kontrahenten wären, nach heutigem Tabellenständen in Regional- und 3. Liga, abgestiegen.

Der Trainerabgang in Alzenau:

Die Gastgeber haben gerade ihren Trainer Angelo Barletta und dessen Assistenten Dennis Bochow in Richtung Kickers Offenbach ziehen lassen. Gegen den TSV Steinbach Haiger wird Antonio Capriglione auf der Trainerbank sitzen. Der U19-Coach des FC Bayern Alzenau wird in der Trainingsarbeit von den Führungsspielern Daniel Endres und Kreso Ljubicic unterstützt. Einen Nachteil sieht TSV-Trainer Adrian Alipour darin nicht: „Wir stellen uns nicht auf Trainer ein, sondern immer nur auf die Mannschaft und die einzelnen Spieler. Wir sind auf Alzenau gut vorbereitet. Selbst wenn sie jetzt das System wechseln sollten, dann können wir darauf reagieren, weil wir selber aus dem Spiel heraus taktisch umswitchen können. Da sind unsere Spieler mittlerweile taktisch top geschult.“ 

Die Personalsituation:

Mit David Haider Kamm Al-Azzawe und Benjamin Kirchhoff fehlen dem TSV Steinbach Haiger beide Stamm-Innenverteidiger der besten Defensive dieser Liga aufgrund von Sperren. „Es tut natürlich weh, wenn Kirchhoff und Al-Azzawe ausfallen. Aber wir haben mit Nico Herzig und Michael Schüler zwei hervorragende Innenverteidiger, die wir jederzeit aufbieten können. Dadurch haben wir definitiv keinen Leistungsabfall, denn die Beiden sind ein Eins-zu-eins-Ersatz“, so Adrian Alipour. Zudem muss der Tabellendritte auch weiterhin auf Tino Bradara und Moritz Göttel verzichten.

Beim FC Bayern Alzenau fallen Rico Kaiser (Mittelfußbruch) und Danilo Milosevic (Herzprobleme) bereits seit einer Weile aus. Dazu kommen die gesperrten Akteure Daniel Endres und Dominique Jourdan. Nach Sperren kehren Serkan Firat, Alieu Sawaneh und Robert Schick in den Kader des Aufsteigers zurück. Dominic Rau und Semih Sentürk fehlten zuletzt krankheitsbedingt, dürften am Samstag jedoch wieder im Kader stehen. „Wir stellen uns ja nicht nur auf die einzelnen Spieler beim Gegner ein, sondern auch auf die gesamte Mannschaft. Auch Alzenau hat einen zweiten guten Torwart und wird sich auch auf den entsprechenden Positionen gut aufstellen. Wir schauen da auf uns, sind sehr fokussiert. Ob da nun ein Spieler zurückkommt oder fehlt, dass spielt in keiner Partie eine Rolle“, geht Adrian Alipour von keinem Substanzverlust beim FCB durch Sperren oder Verletzungen aus. 

Die bisherigen Duelle:

Drei Mal begegneten sich die Kontrahenten bisher. Zwei Mal gewann dabei der TSV Steinbach Haiger. Das einzige Duell in Alzenau endete mit einem 1:1-Remis. Lediglich das Hinspiel war von den reinen Zahlen eine eindeutige Angelegenheit. Der Spielverlauf beim 4:1-Erfolg war jedoch enger als es das Endergebnis aussagt.

Der Schiedsrichter:

Die Partie steht unter der Leitung von Schiedsrichter Nikolai Kimmeyer von der SG Palmbach/Reichenbach und seinen Assistenten Joshua Zanke und Michael Kimmeyer.

Adresse: Main-Echo-Arena, Prischoßstr. 57, 63755 Alzenau.

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