Plakat-Aktion des Frauenbüros zu Frauenrechten

„Null Toleranz – Frauenrechte sind nicht verhandelbar“

Das Frauenbüro des Regionalverbandes weist mit einer Plakat-Aktion auf die im Grundgesetz verankerten Frauenrechte hin: Auf insgesamt 40 Großflächen im gesamten Regionalverband fordern vier verschiedene Motive zu Null Toleranz gegenüber jenen auf, die Frauen als Eigentum betrachten, die sich dem Umgang mit Frauen auf Augenhöhe oder der Krankenpflege durch Frauen verweigern oder die Frauen in Führungspositionen als Verhandlungspartnerinnen ablehnen. Grundlage der Plakataktion ist Artikel 3 des Grundgesetzes: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Ein Grundrecht, das die Mütter des Grundgesetzes hart erkämpft haben.

Nach Ansicht der Frauenbeauftragten des Regionalverbandes hat es eines großen Engagements und Einsatzes vieler Frauen und Männer bedurft – professionell wie ehrenamtlich –  um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in die Tat umzusetzen. Nun sei Courage gefordert, die Vorgaben des Grundgesetzes für alle Menschen ungeachtet ihrer jeweiligen Kultur oder Religion als Basis des Miteinanderlebens festzulegen und kompromisslos zu verteidigen, erläutert Birgit Amrath-Schäfer. „Die Angst vor Rufschädigung oder wirtschaftlichem Verlust, aber auch die Angst als rassistisch oder rechtslastig zu gelten darf kein Vorwand sein, den Boden des Grundgesetzes zu verlassen. Steter Tropfen höhlt den Stein. Mit unserer Plakataktion wollen wir Bewusstsein schaffen und dazu ermutigen auch im Alltag für die Vorgaben des Grundgesetzes einzustehen“, so Amrath-Schäfer weiter.

Zumindest vordergründig sei es heute gesellschaftliche Selbstverständlichkeit, dass Männer und Frauen sich auf Augenhöhe begegnen. Schulleiterinnen, Professorinnen und Ärztinnen sind gesellschaftliche Normalität. Frauen in Pflegeberufen haben lange Tradition. Frauen in sogenannten Männerberufen sind im Zuge einer grundgesetzlich geforderten Frauenförderung ausdrücklich erwünscht. Aber trotz des Verfassungsgrundsatzes seien Frauen in Deutschland immer noch nicht in allen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bereichen gleichberechtigt. Bekannt seien Gender Pay Gap, das Armutsproblem älterer und alter Frauen, die Unterrepräsentanz in Führungspositionen, in Kunst und Kultur.

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