Andreas Schäfer, Behindertenbeauftragter der Gemeinde Eppelborn (R) und Ortsvorsteher Berthold Schmitt vor dem Außenfahrstuhl am Eppelborner Bahnhof. (Foto: Stefan Leidinger)

Eppelborn. Als eine sehr gute Sache und einen Gewinn für die Gemeinde Eppelborn bezeichnete Andreas Schäfer den barrierefreien Umbau der Bahnhaltepunkte in Eppelborn und Bubach-Calmesweiler. Schäfer ist Behindertenbeauftragter der Gemeinde Eppelborn und auch vor Ort Repräsentant des Bundesverbandes Selbsthilfe Gehbehinderter Landesverband Saar. „Ich freue mich sehr über den Abschluss dieses Bauprojektes und danke allen, die sich dafür engagiert haben, insbesondere den politisch Verantwortlichen im Gemeinderat und in den beiden Ortsräten. Wenn nun die neuen Waggons zum Einsatz kommen, kann ich endlich wieder direkt von meinem Heimatort aus die Bahn nutzen.“ 
Zusammen mit Eppelborns Ortsvorsteher Berthold Schmitt hatte Schäfer den neugestalteten Bahnhof besichtigt. Kernpunkt des Umbaus, erklärte dabei Schmitt, sei der Bau der neuen Unterführung und der beiden Fahrstühle. Auch habe man eine neue Bahnsteigkante angelegt, die ein behindertengerechtes Ein- und Aussteigen in die Waggons ermöglicht. Einziger Wermutstropfen, so die Meinung von Schäfer und Schmitt, sei, dass die Fahrstühle – obgleich fertig und abgenommen – noch nicht in Betrieb seien. Zurzeit werde auf dem Bahnsteig noch in unmittelbarer Nähe des Fahrstuhleingangs gearbeitet. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Fahrstühle erst nach Abschluss dieser Arbeiten benutzt werden. Schmitt führte weiter aus, es seien, so habe man ihm seitens der Bahn gesagt, Restarbeiten an der unter Denkmalschutz stehenden Überdachung des alten Durchgangs zum Bahnsteig. 
Rund 2,3 Millionen Euro sind in den Umbau des Eppelborner Bahnhaltepunktes geflossen. Der Umbau ist Teil eines Sonderprogrammes des Bundesverkehrsministeriums. Dieses Programm umfasst bundesweit die barrierefreie Modernisierung von 108 kleinen Bahnstationen. Die Deutsche Bahn Station & Service AG, Eigentümerin der 5400 Bahnstationen in Deutschland setzt dieses Projekt um. Bund und Länder stellen bis 2020 jeweils 80 Millionen Euro bereit.