Die öffentlichen Bildungsausgaben im Saarland betrugen in den öffentlichen Schulen 6.700 Euro pro Schülerin und Schüler gegenüber 6.400 Euro im Jahr 2015. Das ergibt der heute veröffentliche „Bildungsfinanzbericht 2019“, der sich mit den Daten aus dem Haushaltsjahr 2016 befasst.

Der Anstieg von 300 Euro pro Kopf in nur einem Jahr zeigt die positivste Entwicklung bundesweit und macht einen Zuwachs von 4,69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Die prozentuale Ausgabensteigerung des Saarlandes von nahezu 5 Prozent ist bundesweit der Spitzenwert. Die Steigerung bei den übrigen Ländern belief sich auf durchschnittlich rund 2 Prozent (Spanne: -1,43 Prozent bis 4,65 Prozent).

Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot: „Wir haben die Bildungsausgaben innerhalb eines Jahres um 300 EUR pro Schülerin und Schüler erhöht. Wir im Saarland wissen, dass Investitionen für unsere Schülerinnen und Schüler unser höchstes Gut sind und wir keine Anstrengungen scheuen dürfen, unsere Schulen in Zukunft noch besser auszustatten.“

Mit 6.700 Euro pro Kopf liegt das Saarland vor Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz, aber im bundesweiten Vergleich wie im Vorjahr auf dem 13. Platz.

„Trotz unserer Aufholjagd lassen sich unsere Ausgaben nicht eins zu eins mit denen anderer Länder vergleichen. Ein wesentlicher Grund ist, dass unsere verbeamteten Lehrkräfte durchschnittlich weniger verdienen als in anderen Ländern. Dieser Umstand schlägt im Bildungsfinanzbericht zu Buche“, so die Bildungsministerin.

Bei der Schüler-Lehrer-Relation liegt das Saarland mit 13,9:1 auf dem 4. Rang. Lediglich Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg haben ein noch besseres Schüler-Lehrer-Verhältnis.

„Wir haben unsere Schulen mittlerweile personell gut ausgestattet. Jedoch steigen die Herausforderungen an den Schulen. Damit unsere Lehrerinnen und Lehrer guten Unterricht machen können, brauchen sie weitere Entlastung und Unterstützung. Deshalb investieren wir in den nächsten Jahren mehr in die Schulsozialarbeit und bauen die multiprofessionellen Unterstützungsteams aus. Im Landeshaushalt sind dafür im Jahr 2020 zwei Millionen vorgesehen und weitere 1,9 Millionen für das Schoolworker-Programm. Diese Mittel müssen wir weiter ausbauen, damit es uns zukünftig noch besser gelingt, allen Schülerinnen und Schülern beste Bildungschancen zu ermöglichen“, so Ministerin Streichert-Clivot abschließend.