Im Jahr 2020 bringt das Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie als erstes Bundesland in Deutschland den zweiten Demenzplan auf den Weg. Dessen Ziel ist es, den Betroffenen und Angehörigen das Leben im Umgang mit der Krankheit einfacher zu gestalten. Gesundheitsministerin Monika Bachmann: „Die steigende Lebenserwartung rückt Demenz immer stärker in den Fokus. Wir dürfen die Krankheit nicht totschweigen, sondern müssen lernen, damit umzugehen. Das Jahr der Demenz war ein Schritt in die richtige Richtung und ein Anstoß für viele wichtige Projekte. Nun gilt es hier anzusetzen, denn auch in Zukunft müssen wir uns mit Nachdruck für ein demenzfreundliches Saarland einsetzen.“

Eine der Langzeitaufgaben, die sich herauskristallisiert hat, bleibt dabei die Schulung im Umgang mit dementen Menschen. „Das gilt nicht nur für die pflegenden Angehörigen, sondern für uns alle. Seit 2016 konnten wir bereits über 1900 Menschen schulen, dieses Jahr wollen wir die Zahlen weiter ausbauen“, so die Ministerin.

Das Jahr 2019 stand unter dem Motto „Gemeinsam für ein demenzfreundliches Saarland“. In diesem Zuge blickt das Ministerium zurück auf ein Jahr voller erfolgreicher Aktionen und Neuerungen im Bereich der Demenz. Eine davon war die Ernennung der bundesweit ersten Landesärztin für Demenz, Dr. Rosa Adeline Fehrenbach, Chefärztin der Gerontopsychiatrischen Klinik der SHG Kliniken Sonnenberg Saarbrücken und Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Saarland. „Die Berufung einer Landesärztin für Demenz ist ein wichtiger Schritt zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen im professionellen Umgang mit Demenz. Wir brauchen Experten, die uns beratend zur Seite stehen“, so Monika Bachmann.

Außerdem fanden im vergangenen Jahr zahlreiche Maßnahmen statt, um die Krankheit Demenz im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Am Sozialministerium sowie an öffentlichen Plätzen in 32 Städten und Gemeinden im Saarland wurden symbolisch Vergiss-mein-nicht angepflanzt. Neben dem 22. Demenz-Kongress fanden zudem Filmvorführungen, Beratungsangebote, Ausstellungen und demenzsensible Gottesdienste statt.