Saarbrücken, 9. Januar 2020. Die IHK Saarland, die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) und die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) sehen in der Konzeption, in der Landeshauptstadt Saarbrücken eine große Eventhalle unabhängig von dem jüngst diskutierten städtebaulichen Modellvorhaben mitzudenken, großes Potenzial. Die saarländische Wirtschaft hatte bereits im Herbst 2019 das Vorhaben der Landeshauptstadt Saarbrücken, das städtebauliche Modellvorhaben umzusetzen, das von Bauten wie dem Messe-, Kongress- und Kulturforum geprägt sein wird, begrüßt. Es ist nach Ansicht der Saarwirtschaft auch richtig und wichtig, die Stadtteile bei großen Planungsvorhaben einzubeziehen, denn das Große und Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile: „Der Bund fördert das Vorhaben mit dem Ziel, die Beziehungen in den einzelnen Quartieren und zu den umliegenden Quartieren zu stärken. Dadurch gewinnt die ganze Stadt an Attraktivität“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen. Die Umsetzung des städtebaulichen Modellvorhabens und die davon unabhängigen Planungen zu einer großen Eventhalle würden diesem ganzheitlichen Ansatz entsprechen. Unternehmen wie die der Hotelbranche hätten bereits in Saarbrücken investiert, „man glaubt an den Standort“, so Dr. Heino Klingen weiter. 

Für die HWK hat das städtebauliche Modellvorhaben ohnehin eine hohe Bedeutung. Sie investiert gemeinsam mit Bund und Land in den nächsten Jahren einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag und plant zu Beginn des nächsten Jahres den Spatenstich für ihre neue Bildungsstätte in Alt-Saarbrücken. Nicht nur der Brückenschlag von Alt-Saarbrücken zum Messe-, Kultur- und Kongresszentrum sei wichtig, sondern auch Maßnahmen wie die Schaffung weiterer Parkplätze am Saartoto-Gelände, so HWK-Hauptgeschäftsführer Dr. Arnd Klein-Zirbes: „Groß denken, klug handeln – das muss die Devise für die Landeshauptstadt sein. Saarbrücken steht wie andere Standorte im Wettbewerb der Städte und Regionen, nicht zuletzt in der Großregion. Wenn es uns gelingt, einzelne bauliche Maßnahmen von Bildungseinrichtungen wie der htw saar und unserer Handwerkskammer zu einer Art Bildungsquartier in Alt-Saarbrücken zusammenzuführen, dann entwickelt ein solches Bildungsquartier mit und für Saarbrücken als Oberzentrum des Saarlandes eine besondere Strahlkraft. Damit kann sich die Landeshauptstadt im Wettbewerb besser positionieren.“


Auch VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter begrüßt die Pläne des neuen Saarbrücker Oberbürgermeisters, Uwe Conrad, zum Neubau einer Eventhalle. „Bei der Standortattraktivität kommt es neben den harten Fakten wie zum Beispiel Wirtschaftsstruktur und Arbeitsplätzen eben auch auf solche weichen Faktoren an“, sagt er. Mit einer modernen Eventhalle könne die Stadt auch kulturell wieder an Strahlkraft in der Region gewinnen und so auch für Fachkräfte aus anderen Bundesländern attraktiver werden. „Es ist wichtig, dass das Saarland im Vergleich zu anderen Regionen nicht abgehängt wird“, betont Schlechter.

Die HWK gibt Interessierten die Möglichkeit, sich einen Eindruck über das Bauvorhaben „HWK-Bildungsstätte“ in Alt-Saarbrücken zu verschaffen. Die Entwürfe des Architekturwettbewerbs zu dem Projekt sind im Ausstellungsraum der Gewerbeförderungs- und Technologiezentrale (GTZ) der HWK, Hohenzollernstraße 47-49, 66117 Saarbrücken, ausgestellt. Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr und freitags von 08:00 Uhr bis 15:30 Uhr geöffnet.