FDP-Saar fordert Abschaffung der Tagessätze bei Frauenhäusern und Ausbau des Angebotes

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Joachim Geiger Foto: Copyright: Andreas Schlichter

Die FDP-Saar begrüßt das Bundesinvestitionsprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“, von dem das Saarland mit 360.000,- Euro jährlich profitiert.

„Im Saarland gibt es insgesamt 55 Belegplätze für maximal 31 von häuslicher Gewalt betroffene Frauen mit ihren Kindern in den drei Frauenhäusern in Saarbrücken, Saarlouis und Neunkirchen. Hinzu kommt das Elisabeth Zillken-Haus in Saarbrücken mit 16 Plätzen, in dem psychisch kranke oder obdachlose Frauen aufgenommen werden können.“ erläutert Joachim Geiger, sozialpolitischer Sprecher der FDP-Saar.

„Im vergangenen Jahr wurden im Saarland 2699 Menschen Opfer häuslicher Gewalt, davon ca. 75 Prozent Frauen. Leider fehlen im Saarland Plätze für männliche Opfer häuslicher Gewalt, ebenso wie für Transgender. Auch für Frauen mit älteren Söhnen sollte eine Form der geschützten Unterbringung gefunden werden. Hier besteht Nachholbedarf.“, so Geiger weiter.

Daher fordert die FDP-Saar das saarländische Gesundheitsministerium auf, diese Versorgungslücken mit zu berücksichtigen. Außerdem sollte der Tagessatz von 17,- Euro abgeschafft werden.

„Pro Person müssen aktuell betroffene Frauen diesen Satz selbst tragen, wenn sie über Einkommen verfügen und/oder keinen Leistungsanspruch auf ALGII, Sozialhilfe oder Leistungen nach dem AsylbLG haben (z.B. Frauen aus der EU). Da es sich bei den Aufenthalten in den Schutzeinrichtungen um Notaufenthalte aufgrund von akuten Krisen- und Gefährdungssituationen handelt, sollten diese Tagessätze nicht mehr erhoben und den Frauen der geschützte Aufenthalt gesichert werden.“, Geiger abschließend.

Hierbei ist es sinnvoll, eine Gesamtstrategie zu entwickeln – denn jedes Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt ist eines zu viel. Ein besonderes Augenmerk muss dabei auch auf die betroffenen Kinder gerichtet werden.

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