Die Polizei informiert:

Saarwellingen (ots) – Im Dezember berichtete die Polizei Lebach über gravierende
Missstände in einem Betrieb mit Pferdehaltung in Saarwellingen. In der 2. KW 
2020 wurde durch den Amtstierärztlichen Dienst vom Landesamt für Umwelt-und 
Verbraucherschutz (LUA) eine Nachkontrolle durchgeführt. Diesmal habe es keine 
Beanstandungen gegeben, der Verantwortliche hat offenbar nachgebessert, was die 
Versorgung und Unterbringung der Tiere betrifft. Auch die Kadaver wurden 
mittlerweile der ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt. Von der Polizei Lebach 
wurde aufgrund der im Dezember getroffenen Feststellungen dennoch ein 
Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz 
eingeleitet. Ermittlungen ergaben, dass es offenbar in der Branche des 
Pferdehandels eine übliche Praxis ist, Tiere in größeren Gruppen zu kaufen und 
wieder zu verkaufen. Somit werden leider auch Tiere in einem schlechten 
gesundheitlichen Zustand oftmals einfach „mit gekauft“ und wechseln innerhalb 
kürzester Zeit mehrfach den Eigentümer, so dass sich schwer nachweisen ließe, 
wer denn letzten Endes für den schlechten Zustand des Tieres verantwortlich 
gemacht werden könne. Auch sind diese Tiere bei einer Nachkontrolle nicht mehr 
in dem jeweiligen Betrieb zu finden. Die Polizei rät Pferdeliebhabern, die ein 
gesundes Pferd erwerben möchten, sich an renommierte Anlaufadressen zu wenden, 
wo man unangemeldet jederzeit die Stallungen und den gesamten Tierbestand in 
Augenschein nehmen kann.