Annegret Kramp-Kartenbauer (CDU), Ministerpräsidentin des Saarlandes Foto: saarland.de

Die Vorgänge um die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen haben nun auch bundespolitisch durchgeschlagen. Während Christian Lindner seinen FDP-Freunden in Erfurt klarmachen konnte, dass eine Wahlunterstützung durch die AfD nicht akzeptabel ist, gelang dies Annegret Kramp-Karrenbauer bei ihren Christdemokraten offensichtlich nicht. Sie verweigerten die Gefolgschaft und sprachen sich gegen eine Neuwahl und damit gegen das Wort ihrer Bundesvorsitzenden aus.

Zusätzlich geschwächt wurde AKK durch die Einmischung der Kanzlerin aus Südafrika, die unmissverständlich klarstellte, wie die CDU in dieser Frage zu agieren habe. Den letzten Auslöser zum Rücktritt dürfte Friedrich Merz Ankündigung gewesen sein, seine Black Rock Aktivitäten nun zugunsten der CDU aufzugeben. Kramp-Karrenbauer besaß offensichtlich keinen Rückhalt mehr in der eigenen Partei, so dass ihre Entscheidung konsequent erscheint.