Das Wahrzeichen der Bergbau- und Industriestadt Sulzbach musste heute kurzfristig aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Pressesprecher Elmar Müller teilte uns auf Nachfrage mit:

Gestern morgen gab es eine Besprechung mit einem Gutachter, des Erdbaulaboratoriums Saar, das wir mit der Erstellung eines Sanierungskonzeptes und Erkundungsbohrungen beauftragt hatten. Dabei erklärten diese: „Aus geotechnischer Sicht ist das aktuelle Standsicherheitsrisiko nicht bekannt. Mit den vorliegenden Erkenntnissen lässt sich derzeit nicht verbindlich beurteilen, wie das Bauwerk bei weiter fortschreitendem Absacken der Füllsäule reagiert und ob dann ausreichende Sicherheit bzw. Gebrauchstauglichkeit noch gegeben sind. Bei öffentlicher Nutzung kann somit nach aktueller Sachlage eine Gefährdung nicht gänzlich ausgeschlossen werden.“ Aus diesen Gründen hat sich die Verwaltung entschlossen, ab sofort die Nutzung des Hauses zu untersagen.

Dass der Schacht, der sich unmittelbar unter dem Veranstaltungssaal im Salzbrunnenhaus befindet, „abrutscht“, war seit längerem bekannt. Um die Ursache näher untersuchen zu können, sollte das Gebäude ab September für unbekannte Zeit gesperrt werden. Das Bauamt hatte für die Ursachenforschung einen Betrag von 100.000 Euro vorgesehen. Wie nun weiter vorgegangen wird, werden wir in den kommenden Tagen berichten.

Wolfgang Winkler vor dem Salzbrunnenhaus.

Erste Konsequenz aus der Sperrung: Das Preisträgerkonzert der Sulzbacher Salzmühle, dem deutsch-französischen Chanson-Contest, das für den 7. März vorgesehen war, musste heute abgesagt werden. Für Wolfgang Winkler, den initiator und Organisator der Salzmühle, war dies eine „Hiobsbotschaft“. Seine Veranstaltung „Lebens- und Liebenseindrücke – 40-50-60“ wurde in die Sulzbacher AULA verlegt.