Häusliche Pflege im Saarland sicherstellen +++ Ausnahmen von Reisebeschränkungen prüfen

Vor dem Hintergrund der Grenzschließungen und der hohen Anzahl von osteuropäischen Pflegekräften erwartet der saarländische Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Markus Tressel von Bundes- und Landesregierung, die häusliche Pflege und Versorgung von Menschen sicherzustellen. Pflegebedürftige dürften nicht plötzlich ohne Betreuung dastehen.

„In der häuslichen Pflege und Versorgung von Menschen arbeiten zahlreiche Pflegekräfte aus Osteuropa, die verständlicherweise wegen der Krise in ihre Heimat zurückreisen wollen bzw. erst gar nicht mehr ins Saarland kommen. Diejenigen, die dennoch im Saarland arbeiten wollen, stehen wegen der Grenzschließungen und Reisebeschränkungen vor großen Hürden“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.
Bundes- und Landesregierung müssten nun schnellstmöglich Wege finden, die häusliche Versorgung vieler älterer Menschen sicherzustellen. Tressel: „Wir müssen einen Engpass bei der häuslichen Pflege und Versorgung unbedingt vermeiden. Sozialministerin Bachmann muss dringend eruieren, wie viele Pflegebedürftige im Saarland betroffen sind und dabei auch die vermutete hohe Dunkelziffer nicht angemeldeter Tätigkeiten berücksichtigten. Niemand darf von heute auf morgen von notwendiger Pflege und Versorgung abgeschnitten sein.“
Möglich seien etwa Ausnahmen bei Reisebeschränkungen, Kurzarbeitsregelungen für pflegende Angehörige sowie ein landesweiter Pflegekräftepool, um Pflegekräfte bzw. Versorgungs- und Haushaltshilfen unbürokratisch zu vermitteln.