Neuer OP-Trakt für Urologie

Ein neuer „TUR-OP“ ist im Klinikum Saarbrücken am Start. In den Neu-/Umbau mit modernster Ausstattung hat der Winterberg mehr als zwei Millionen Euro investiert – Dr. Christian Braun, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor spricht von einer „richtungsweisenden Investition in die Zukunft“.

Kürzlich präsentierte das Direktorium des Klinikums Saarbrücken seinem Aufsichtsrat mit dem neuen Vorsitzenden Tobias Raab erstmals den neu gebauten und gerade fertig gestellten urologischen OP-Trakt im ersten Untergeschoss des Hauptbettenhauses. Im Krankenhaus spricht man kurz und knapp vom neuen „TUR-OP“ – gemeint ist mit „TUR“ der medizinische Begriff „TransUrethrale Resektion“: Dies ist eine urologische Operationstechnik – übrigens das älteste minimalinvasive Verfahren – bei der erkranktes Gewebe aus Harnblase oder Prostata abgetragen wird.

Mehr als zwei Millionen Euro sind in die Räumlichkeiten und die technische Infrastruktur geflossen. „Das ist für uns eine richtungsweisende Investition in die Zukunft“, sagt Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor Dr. Christian Braun. Der neue OP wurde mit modernsten Gerätschaften ausgestattet, beispielsweise wurden neben einer notwendigen neuen Lüftungsanlage auch diverse Medizingeräte neu angeschafft, etwa eine Röntgenanlage und ein OP-Tisch.

Die Klinik für Urologie, Kinderurologie und urologische Onkologie rund um Chefarzt Dr. Stephan Meessen behandelt alle urologischen Krankheitsbilder nach den neuesten Erkenntnissen der Medizin. Es werden alle bewährten Behandlungskonzepte, aber auch innovative Therapieverfahren eingesetzt. So war die Urologie des Winterbergs Vorreiter bei den modernen minimalinvasiven Operationstechniken („Schlüssellochchirurgie“). Diese haben die Urologen im Laufe der Jahre immer weiter verfeinert. Nach Möglichkeit wird – z.B. bei der Tumorchirurgie – organerhaltend operiert. Die erfahrenen Operateure entscheiden bei jedem Patienten und MIT jedem Patienten – je nach Indikation – welche OP-Technik die Beste ist.

Dr. Stephan Meessen (Foto: Klinikum Saarbrücken)

Das Spektrum der Klinik für Urologie auf dem Winterberg betrifft alle Erkrankungen der Niere und der ableitenden Harnwege (z.B. Blasenfunktionsstörungen) sowie der männlichen Geschlechtsorgane bei Kindern und Erwachsenen (z.B. bei Fehlbildungen, Funktionsstörungen, Verletzungen, Entzündungen oder bei Krebs). Die Bandbreite der Krebsbehandlung reicht von Strahlenbehandlung über Chemotherapie bis hin zur Operation.

Die Planungen für den Neubau des TUR-OP laufen seit 2016. Zuletzt hatten Lieferschwierigkeiten der Baumaterialen aufgrund der Corona-Krise die Fertigstellung leicht beeinträchtigt und den Zeitplan verzögert.

Alle Pläne für den Neubau, auch die medizinfachtechnische Planung, hat die hausinterne Technikabteilung des Klinikums erstellt – ein Mammutprojekt: Mehr als 100 Planentwürfe zeichnete die technische Abteilung, bis es eine mit Urologie, Geschäftsführung, Hygiene, Arbeitssicherheit und Betriebsrat abgestimmte Richtung gab. Dazu kommen etwa 100 Projektsitzungen während der Planungs- und Bauphase. „Fast 1000 Seiten Leistungsverzeichnisse haben wir erstellt, auf deren Basis die einzelnen Arbeiten ausgeschrieben und vergeben wurden“, berichtet Dr. Ingo Friedrich, Leiter der Technikabteilung, „allein das Leistungsverzeichnis für den Bau der neuen Lüftungsanlage, die die OP-Räume versorgt, hat über 160 Seiten und 400 Einzelpositionen“.

Die neuen Räumlichkeiten sind neben der modernen zeitgemäßen Ausstattung fast doppelt so groß wie der vorherige „TUR-OP“: Ein Quantensprung hinsichtlich Qualität und Patientenversorgung. Und ein weiterer Mosaikstein, der unseren Anspruch, die ERSTE ADRESSE IN SACHEN GESUNDHEIT zu sein, immer sichtbarer macht.

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