Friedens-Netz-Saar erinnerte an die Atombombenabwürfe

Ein Beitrag von Lothar Ranta

Saarbrücken. Der 6. August 1945 ist kein guter Tag in der Weltgeschichte. 2020 jährt sich zum 75. Mal die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Eine neue Ära mit Atombomben begann. Mit nur zwei Bombenabwürfen starben 65.000 Menschen innerhalb von Minuten und 200.000 bis Ende des Jahres 1945. Die Anzahl der Verwundeten ist unzählig und heute leiden noch Opfer an den Spätfolgen.
Aus diesem Anlass fordert das Friedensnetz-Saar ein internationales Verbot und Abrüstung aller Atomwaffen. Inzwischen besitzen neun Staaten weltweit mehr als 13.000 Atomwaffen. Nicht nur Weltmächte sondern auch kleinere Staaten haben inzwischen ein Atomarsenal.
Aus diesem Anlass fand die jährliche Mahnwache vor dem Landtag des Saarlandes statt.

Friedensdemonstranten (Foto: Lothar Ranta)


Corona bedingt waren zwar nicht wie gewohnt so viele Teilnehmende da und trotzdem war die Veranstaltung wieder sehr beachtenswert. Vor allem die eindringlichen Ansprachen waren beeindruckend und die Forderungen nachvollziehbar. An diesem Gedenktag hat in ganz Deutschland eine Plakataktion an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki erinnert und zum Verbot der Atomwaffen aufgerufen.
Das Friedensnetz forderte die Saarländischen Landtagsfraktionen auf, eine Gesetzesinitiative im Bundestag einzureichen, die den Abzug aller noch in Deutschland stationierten Atomwaffen abzurüsten sowie den Beitritt zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag zu unterschreiben.
122 von 193 Ländern der Vereinten Nationen haben sich für ein Verbot aller Atomwaffen dieser Welt ausgesprochen. Wenn 50 Länder unterschrieben haben, tritt der Vertrag in Kraft. Bis jetzt sind schon über 70 Länder dafür und dieses Jahr wird er ratifiziert. Allerdings wird es an dem heutigen Zustand kaum etwas ändern. Keines der insgesamt neun Länder, die Atomwaffen besitzen, hat an den Verhandlungen über den Vertrag teilgenommen. Es muss also noch viel getan  werden.
Diakon Horst-Peter Rauguth, Mitglied des Friedensnetzes Saar und Beirat von Pax Christi Deutschlands betont, das alle ihre Forderungen in diesem Vertrag enthalten sind. Auch der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, Präsident der katholischen Friedensbewegung Pax Christi, hat sich bei der Bundesregierung eingesetzt, den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen zu unterzeichnen.
Laut einer Umfrage von Greenpeace im Juli 2020 sind 92 Prozent der Deutschen für den Beitritt zum Vertrag

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